Von news.de-Redakteurin - Uhr

Mythos oder Wahrheit: Schläft man bei Vollmond wirklich schlechter?

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass sie bei Vollmond schlechter schlafen als in anderen Nächten. Doch lässt sich das wissenschaftlich bestätigen? Hat der Mond einen Einfluss auf unseren Schlaf? Wir gehen dem Mythos auf den Grund.

Schläft man bei Vollmond tatsächlich schlechter? Bild: AdobeStock/ kdshutterman

Am 16. Mai 2022 ist wieder Vollmond. Viele Menschen stellen sich deshalb schon jetzt darauf ein, in diesem Zeitraum wieder schlechter zu schlafen. Denn sie sind davon überzeugt, dass der Vollmond einen Einfluss auf ihren Schlaf hat. Doch kann das wirklich sein? Führt der Erdtrabant tatsächlich zu Schlafstörungen? Wir sind dem Mythos auf den Grund gegangen.

Schläft man bei Vollmond schlechter?

Dass es eine Art "Mondfühligkeit" gibt, wird von vielen Wissenschaftlern bezweifelt. Auch wissenschaftliche Studien zu diesem Thema sind rar. Zwar existieren einige Forschungen diesbezüglich, doch diese kamen fast alle zu dem Ergebnis, dass der Mond keinen signifikanten Einfluss auf unseren Schlafrhythmus hat. Allerdings stellte der Schweizer Biologe Professor Christian Cajochen in einer von ihm durchgeführten Studie fest, dass die Schlafqualität bei Vollmond geringer sein kann. Bei seinen Studienteilnehmern war die Tiefschlafphase verkürzt. SeineProbanden brauchten fünf Minuten länger zum Einschlafen und die Schlafdauer war insgesamt um rund 20 Minuten verkürzt. Allerdings wertete Cajochen nur dieDaten von 30 Personen aus, so dass dieses Ergebnis wenig Aussagekraft hat.

Schlechter Schlaf bei Vollmond? Melatonin-Produktion möglicherweise gehemmt 

Eine Erklärung für den schlechten Schlaf bei Vollmond könnte allerdings die möglicherweise gehemmte Melatonin-Produktion in unserem Körper sein. Melatonin ist ein Hormon, welches unseren Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Wenn es dunkel wird, steigt die Melatonin-Konzentration in unserem Blut. Wenn es also in unserem Schlafzimmer durch den Vollmond merklich heller ist, kann es sein, dass die Produktion des Hormons gehemmt wird und wir schlechter (ein-)schlafen. Sollte dies tatsächlich die Erklärung sein, dann wäre die Lösung denkbar simpel: Dunkeln Sie Ihr Zimmer bei Vollmond ab und wirken Sie so den drohenden Schlafstörungen entgegen.

Werwölfe, Warzen und Co: Etliche Mythen ranken sich um den Vollmond

Doch vermeintliche Schlafstörungen sind längst nicht der einzige Mythos, der sich um den Vollmond rankt. Es gibt etliche Mythen rund um den Erdtrabanten. Während manche Menschen sich bei Vollmond nicht zum Friseur trauen, haben andere Angst vor Werwölfen oder wieder andere behandeln ihre Warzen bei Vollmond. Die größten Vollmond-Mythen finden Sie hier!

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fka/loc/news.de

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