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Gefahr im Brotregal: Allergien, Aluminium und Co.! So gefährlich sind Laugenbrezeln wirklich

Brezeln gehören zu einer guten Brotzeit für viele Menschen einfach dazu. In der Vergangenheit geriet das Laugengebäck in Verruf, weil es nicht gesund sei. Was ist dran an dieser Aussage? Wir gehen auf Spurensuche.

In Brezeln können Spuren von Aluminium sein. Ist das schädlich für die Gesundheit? (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ demarco

Als Snack mit Butter gefüllt, zu süßem Senf oder pur - Laugenbrezeln erfreuen viele Gaumen mit ihrem knackigen und salzigen Geschmack. Doch in den letzten Jahren gab es viele Schlagzeilen, die vor der Backware warnen. Sie seien giftig und ungesund. Stimmt das?

Bei diesen Menschen können Brezeln Nebenwirkungen auslösen

Zuerst einmal muss festgehalten werden, dass Brezeln weder ungesund noch gesund sind. Denn das Laugengebäck kann einigen Menschen Probleme bereiten. Wer an Zöliakie, einer Allergie gegen das in der Lauge enthaltene Natriumhydroxid oder Histaminintoleranz leidet, könnte beim Verzehr der Backware Nebenwirkungen spüren. Auch Menschen mit Bluthochdruck sollten aufpassen. Eine Brezel enthält laut "Stiftung Warentest" etwa 1,5 Gramm Salz. Das entspricht einem Viertel der empfohlenen Tagesdosis. Mit aufgestreutem Hagelsalz erhöht sich der Wert auf das Doppelte. Die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung (DGE) empfiehlt sechs Gramm Salz pro Tag.

Ist Brezellauge giftig und schädlich?

Eine Brezel besteht nicht nur aus Mehl, Hefe und Salz. Damit sie ihre charakteristische braune Kruste erhalten, werden sie in Brezellauge getaucht. Diese Brezellauge besteht aus 4 Prozent Natronlauge und 96 Prozent Wasser. Damit ist sie unbedenklich für Verbraucher:innen. Denn beim Backen verwandelt sich diese Lauge auf dem Gebäck in Kohlendioxid und Natriumkarbonat. Bäcker müssen beim Belaugen, wie dieser Prozess genannt wird, spezielle Handschuhe tragen, weil die verdünnte Natriumlauge die Haut reizen und Allergien hervorrufen kann.

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Wie gefährlich sind Alu-Brezeln wirklich?

Apropos Gesundheitsgefahr. 2014 sorgte ein Testergebnis der "Süddeutschen Zeitung" für Aufsehen. Jede fünfte Brezel aus bayerischen Backstuben war mit Aluminium belastet."Bei Lebensmittelkontrollen muss jede fünfte Breze aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie den Höchstwert sprengt", sagteDaniel Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern gegenüber der Zeitung. Eine Breze darf nur zehn Milligramm pro Kilo enthalten, ansonsten dürfen sie nicht verzehrt werden. Der Grund: Aluminium steht im Verdacht, Alzheimer zu begünstigen oder das Brustkrebs-Risiko zu erhöhen.

Das Metall gelangt über Aluminium-Backbleche in das Laugengebäck. Wenn die Brezellauge in Kontakt mit dem Blech kommt, wirkt sie ätzend und das Aluminium kann sich in den Brezeln einlagern. Deshalb müssen Brezeln nun auf aluminiumfreien Backblechen gebacken werden. Wer wissen will, welche Backbleche der Bäcker für die Breze verwendet hat, sollte nachfragen. So landet keine Alu-Brezel in Ihrer Tüte.

Wichtige Information: Wir sind keine Ärzte. Dieser Artikel soll lediglich informieren und keine Diagnose ersetzen. Sollten Sie Probleme haben, holen Sie sich ärztliche Hilfe und lassen sich behandeln.

Sabrina Böhme steckt ihren Kopf in ihrer Freizeit gerne in Bücher über Ernährungs- und Gesundheitsthemen. Wenn sie nicht gerade Studien analysiert, folgt sie Food-Trends. Seit 2019 berichtet sie für news.de aus dem Gesundheits-Kosmos.

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bos/loc/news.de