16.07.2014, 14.51 Uhr

Erste Hilfe bei Brustspannen: Dem Spannen in der Brust auf den Grund gegangen

Viele Frauen kennen es: Die Brust schmerzt, fühlt sich geschwollen und schwer an oder spannt unangenehm. Bisweilen sind sogar verhärtete Stellen oder Knötchen zu ertasten. Schnell machen viele sich dann Sorgen, dass etwas Ernstes dahinter steckt. Häufig hat Brustspannen jedoch ganz harmlose Gründe.

Zumeist liegt Beschwerden, die sich in einem unangenehmen Spannen der Brust äußern, ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt zu Grunde. So ist Brustspannen beispielsweise eine typische Begleiterscheinung des sogenannten, während der Menstruation im Vorfeld der Regelblutung auftretenden prämenstruellen Syndroms. Eigentlich sollte während dieser Zeit Progesteron - im Volksmund auch Gelbkörperhormon - dominieren. Wenn die Progesteronproduktion allerdings nicht ausreicht beziehungsweise die Produktion von Östrogen überwiegt, entsteht ein Östrogenüberschuss. Das begünstigt Wassereinlagerungen im Gewebe - typischerweise an Bauch, Beinen und Po, was zu einer Gewichtszunahme an diesen Körperpartien führen kann.

Davon ebenfalls betroffen sind aber auch die Brüste. Das zarte Brustgewebe reagiert auf den steigenden Druck allerdings besonders empfindlich, was sich in Spannen und Schmerzen äußert. Mediziner bezeichnen das als prämenstruelle Mastodynie. Ein Progesteron-Gel kann, auf der Hautoberfläche der betroffenen Brust aufgetragen, angenehme Linderung verschaffen. Eine Anwendungsstudie weist den Präparaten eine sehr gute Verträglichkeit und Wirksamkeit nach: Bei über 80 Prozent der Testpersonen verbesserten sich die Beschwerden merklich.

Wechseljahrbedingtes Brustspannen

Bei vielen Frauen tritt gerade am Anfang der Wechseljahre ein Östrogenüberschuss zu Tage. Oft sinkt in diesem Zeitraum der Progesteronspiegel merklich, wohingegen die Östrogenproduktion hoch bleibt. Die eben beschriebenen Symptome sind dann häufig die Folge. Zudem treten auch länger anhaltende, gutartige Veränderungen im Brustgewebe auf - etwa kleine Knötchen oder Verhärtungen. Mitunter kann den Brustwarzen auch ein wenig weißliches Sekret entweichen. Diese Mastopathie, wie sie die Mediziner nennen, ist aber im Normalfall harmlos und verschwindet nach dem Ende der Wechseljahre auch wieder. Zwischenzeitlich können die schmerzhaften Beschwerden mit Progesterongel gelindert werden.

Acht geben und Vorsorgen

Auch wenn Anzeichen wie Brustspannen oder kleinere Verhärtungen oft keine gravierenden Ursachen haben, sind Frauen dennoch gut beraten, auf ihre Brustgesundheit stets gut Acht zu geben. Das heißt unter anderem auch, die vom Krankenversicherer übernommenen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen wahrzunehmen. Denn je eher potenziell bösartige Erkrankungen erkannt werden, desto besser sind die Therapiechancen.

Regelmäßige Selbstuntersuchung des Brustgewebes

Über die ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen hinaus sollten Frauen generell auch auf ein gutes Körpergefühl achten, um sensibel für Veränderungen zu sein. In der Tat werden Brustkrebserkrankung nämlich sehr häufig durch die Betroffenen selbst zuerst bemerkt. Einmal monatlich sollten sich Frauen daher Zeit zur Durchführung einer gründlichen Selbstuntersuchung nehmen – im Idealfall kurz nach dem Menstruationszyklus. In der Menopause befindliche Frauen können sich hingegen einen beliebigen festen Tag wählen, etwa den ersten eines jeden Monats. Wird bei dieser Selbstkontrolle etwas Verdächtiges entdeckt oder leidet man an ungeklärten Beschwerden, sollte man sich zeitnah an einen Gynäkologen wenden.

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loc/news.de/djd

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