Automobilindustrie: Krisengespräche bei VW - kein Termin in Dresden

VW verzichtet in Dresden auf eine außerordentliche Betriebsversammlung. Laut Betriebsrat besteht in der Gläsernen Manufaktur aktuell kein akuter Informationsbedarf.

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Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. (Foto) Suche
Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Bild: Adobe Stock / Kadmy

Anders als zunächst vorgesehen findet am Dresdner VW-Standort keine außerordentliche Betriebsversammlung statt. Auf den zuvor für den Nachmittag angekündigte Termin verzichte man im Einvernehmen zwischen dem Betriebsrat, der Geschäftsführung in der sächsischen Landeshauptstadt sowie dem Konzernvorstand in Wolfsburg, teilte Betriebsratssprecher Heiko Lossie mit. Die "Sächsische Zeitung" hatte zuvor berichtet.

"Kein akuter Informationsbedarf"

Der Entfall sei "ein Ausweis für den erfreulichen Umstand, dass zumindest in der Gläsernen Manufaktur derzeit kein akuter Informationsbedarf in der Belegschaft besteht", so Lossie. Der Konzernvorstand hatte sich demnach grundsätzlich zu einem Termin in Dresden bereiterklärt, man habe dann aber verzichtet. Die nächste reguläre Betriebsversammlung findet den Angaben nach in wenigen Wochen statt.

In Dresden produziert VW bereits seit Ende letzten Jahres keine Autos mehr. Nach 24 Jahren Serienproduktion rollte im Dezember der letzte Wagen vom Band. In dem zentral gelegenen Glasbau entsteht in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden ein Innovationscampus. Die 230 Beschäftigten sollen ihren Arbeitsplatz vorerst behalten. Die Gläserne Manufaktur galt einst als Prestigeprojekt von VW und wurde 2001 mit dem VW-Oberklasse-Modells Phaeton eröffnet.

Zukunft mehrerer Werke offen

Der VW-Vorstand hatte am Dienstag eine Standorte-Tour begonnen. Nach Ankündigung von Vorstandschef Oliver Blume, den Sparkurs zu verschärfen, wird beim größten Autobauer Europas um Zehntausende zusätzliche Jobs und vier Standorte gebangt.

Nach dem Auftakt in Wolfsburg und Besuchen in den als bedroht geltenden Werken in Emden und Zwickau fand am Vormittag eine außerordentliche Betriebsversammlung im Motorenwerk in Chemnitz statt. Zu den Inhalten gab es zunächst keine Informationen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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