Bonn: ÖPNV in Bonn soll nach Brücken-Schock kostenlos werden
Die Bonner Nordbrücke bleibt wegen Schäden vorerst gesperrt, was den Verkehrsfluss in der Stadt auf eine harte Probe stellt. Die Stadt will darauf rasch reagieren.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach der plötzlichen Sperrung der Bonner Nordbrücke und den damit einhergehenden Verkehrsproblemen könnte der öffentliche Personennahverkehr in Bonn vorübergehend kostenlos werden. Das gehöre zu den Maßnahmen, die für Oberbürgermeister Guido Deús (CDU) derzeit im "absoluten Mittelpunkt" stünden. "Wir möchten ein Anreizsystem setzen, damit so viele Menschen wie irgendwie möglich den ÖPNV nutzen." Am Donnerstag soll der Stadtrat über eine entsprechende Vorlage beraten.
Deús zufolge könnte das Angebot zunächst bis Ende Juni gelten. Bestehende Abonnements würden allerdings nicht erstattet. Der Bürgermeister verwies auf die damit verbundenen Kosten: "Wir können uns schon vieles von dem, was ich Ihnen hier sage, in unserer Finanzsituation eigentlich nicht leisten und machen es trotzdem", sagte er. Dass man bei einem bestehenden Abo Geld zurückbekomme, könne er nicht verkünden.
Die Bonner Nordbrücke ist Teil der A565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung der Region. Am Mittwoch war die vielbefahrene Autobahnbrücke über den Rhein aber wegen neu entdeckter Schäden bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt worden. Ob sie noch einmal freigegeben werden kann, ist aktuell noch unklar. Für die Region war das ein Schock. Bonn versucht nun mit Sofortmaßnahmen, die Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr abzumildern.
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