Automobilindustrie: Verbrennerbestand: Wo die hohen Spritpreise besonders wehtun

In manchen Landkreisen gibt es pro Einwohner mehr als doppelt so viele Autos mit Verbrennungsmotor wie in anderen. Bei Elektroautos sind die Unterschiede noch größer.

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Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. (Foto) Suche
Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Bild: Adobe Stock / Kadmy

Wer tanken muss, leidet unter den hohen Spritpreisen. Doch wie viele Autos mit Verbrennungsmotor es gibt, unterscheidet sich je nach Region erheblich. Ein Blick in die gerade veröffentlichte Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zu Jahresbeginn verrät, wo die Spritpreise besonders wehtun.

Dass vor allem der Dieselpreis gestiegen ist, trifft im Zulassungsbezirk Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen besonders viele Menschen. Denn dort gibt es mit 278 Fahrzeugen pro 1000 Einwohnern die höchste Dieselautodichte. Dahinter folgen die Zulassungsbezirke Cloppenburg (ebenfalls Niedersachsen) und Haßberge (Bayern) mit 272 und 271 Dieselfahrzeugen pro 1000 Einwohnern. Hybride mit Dieselmotor wurden dabei nicht mitgerechnet.

Die wenigsten Diesel gibt es dagegen in den Städten Berlin mit 66 pro 1000 Einwohnern, gefolgt von Leipzig (83) und Halle (89). Auch Stuttgart, Potsdam und Frankfurt (Oder) bleiben unter 100.

Wolfsburg vorne - aber nur rechnerisch

Die meisten Benziner pro 1000 Einwohner finden sich rein nach den Zulassungszahlen in Wolfsburg mit 502 pro 1000 Einwohner. Die Heimat des VW-Konzerns ist dabei aber eine statistische Ausnahme, weil dort sehr viele Autos auf den Konzern zugelassen sind, die nicht unbedingt in der Region unterwegs sind. Das verzerrt die Statistik. Lässt man die Stadt außen vor, gibt es die meisten Benziner mit 465 pro 1000 Einwohnern in der Südwestpfalz, gefolgt vom hessischen Main-Taunus-Kreis (455) sowie Kronach und Coburg in Bayern mit 450 und 449 pro 1000 Einwohnern.

Die wenigsten Benziner gibt es erneut in Berlin mit 212 pro 1000 Einwohnern, gefolgt von Freiburg mit 223 und Heidelberg mit 228. Auch hier sind Hybride mit Benzinmotor nicht in den Zahlen berücksichtigt.

Stromerfahrer leiden nicht

Wer ein Elektroauto fährt, kann die Tankstellenpreise entspannt betrachten. Auch bei den reinen Stromern verzerren allerdings Autohersteller an ihren Unternehmenssitzen die Statistik. Hier liegt erneut Wolfsburg ganz vorn, gefolgt von der Audi-Heimat Ingolstadt. Lässt man die beiden außer Acht, finden sich die höchsten Elektroautodichten in Wiesbaden und Euskirchen mit 62 und 59 Autos pro 1000 Einwohnern. Die wenigsten reinen Stromer im Vergleich zur Bevölkerung gibt es in Görlitz mit 7 pro 1000 Einwohnern, gefolgt von Halle, Kyffhäuserkreis, Vorpommern-Greifswald, Altenburger Land, Salzlandkreis, Oberspreewald-Lausitz und Frankfurt (Oder) mit je rund 9 pro 1000 Einwohnern.

Wer gar kein privates Auto hat, leidet unter hohen Spritpreisen allenfalls indirekt. Die niedrigsten Fahrzeugdichten bei Privat-Pkw insgesamt finden sich in Berlin, Heidelberg und Frankfurt am Main.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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