Verkehr: Linker Beutin ruft wegen Spritpreisen nach 9-Euro-Ticket

Der Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag fordert: Das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr soll zurückkommen – als Antwort auf Rekordpreise an der Zapfsäule.

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Angesichts steigender Spritpreise fordert der Vorsitzende des Umweltausschusses, Lorenz Gösta Beutin, die sofortige Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. "Die Menschen brauchen jetzt schnelle Lösungen, keine Fallstricke", sagte der Linken-Politiker.

Die Spritpreise steigen

Ein solches Ticket wirke hohen Benzinpreisen entgegen, entlaste Pendlerinnen und Pendler sofort und ermögliche Familien bezahlbare Ausflüge und Urlaube, argumentierte Beutin. Gleichzeitig diene es der Umwelt, indem es den Umstieg auf Bus und Bahn fördere.

Als Folge des Iran-Krieges kletterte der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel am Freitagmorgen auf 2,109 Euro pro Liter, gut zwei Cent mehr als am Donnerstagmorgen. Super E10 kostete nach Auswertung des ADAC 2,014 Euro und war damit etwas über einen Cent teurer als 24 Stunden zuvor.

Wie Beutin sich die Finanzierung vorstellt

Beutin appellierte an die Bundesregierung, die nötigen Haushaltsmittel bereitzustellen. "Für unnötige Subventionen ist stets Geld da, ein 9-Euro-Ticket ließe sich problemlos durch eine Übergewinnsteuer für Krisengewinner finanzieren. Es ist eine Frage der Prioritäten." Die Forderung nach einem 9-Euro-Ticket entspricht auch der Beschlusslage der Linksfraktion.

Das 9-Euro-Ticket wurde im Sommer 2022 von der damaligen Regierung als Ausgleich für stark gestiegene Energiepreise drei Monate lang angeboten. Der Bund finanzierte es mit 2,5 Milliarden Euro. Dadurch konnten Millionen Menschen bundesweit den Nah- und Regionalverkehr für lediglich 9 Euro pro Monat nutzen. Im Mai 2023 folgte das Deutschlandticket für 49 Euro im Monat, das inzwischen 63 Euro monatlich kostet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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