Donald Trump: Nach der Trennung kann der US-Präsident nicht mehr an sich halten und eskaliert
Donald Trump ist in den sozialen Medien explodiert. Schuld an seinem Wutausbruch ist unter anderem Tim Davie. Der US-Präsident warf dem Ex-BBC-Chef, der jüngst von seinem Posten zurückgetreten ist, vor, eine seiner Reden manipuliert zu haben.
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais - Uhr
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- Donald Trump eskaliert nach Trennung
- US-Präsident wirft Ex-BBC-Chef Tim Davie "Manipulation" seiner Rede vor
- Trump wütet im Netz gegen korrupte BBC-Mitarbeiter und Mitarbeiter
Donald Trump ist für seine regelmäßigen Ausraster in den sozialen Medien berühmt berüchtigt. Wann immer dem US-Präsidenten etwas gegen den Strich geht, scheint er sich sein Telefon zu schnappen und einen empörten Beitrag auf dem von ihm mitbegründeten sozialen Netzwerk Truth Social abzusetzen.
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Donald Trump eskaliert nach Trennung
So auch am Sonntagabend (9. November), als er erneut einen wütenden Beitrag veröffentlichte. Schuld an Donald Trumps jüngstem Wutausbruch ist der Skandal um die BBC. Dem Sender wird aktuell vorgeworfen, eine in einer Dokumentation gezeigte Rede von Donald Trump vom 6. Januar 2021 so bearbeitet zu haben, dass es den Anschein erweckte, der US-Präsident habe damals vor dem Kapitol zu Gewalt aufgerufen. Aufgedeckt hatte diese ursprünglich der "Telegraph".
US-Präsident wirft Ex-BBC-Chef Tim Davie Manipulation seiner Rede vor
In Folge der Vorwürfe kam es bei der BBC bereits zu personellen Veränderungen. Einige Mitarbeiter gingen freiwillig, andere wurden gekündigt. Auch der frühere BBC-Chef Tim Davie hat inzwischen seinen Posten geräumt. Auf ihn hatte es Donald Trump explizit abgesehen. "Die Spitzenleute der BBC, darunter auch TIM DAVIE, der CHEF, kündigen alle/werden GEFEUERT, weil sie dabei erwischt wurden, wie sie meine sehr gute (PERFEKTE!) Rede vom 6. Januar 'manipuliert' haben", poltert der US-Präsident im Netz.
Trump wütet im Netz gegen korrupte BBC-Mitarbeiter und Mitarbeiter
"Das sind sehr unehrliche Menschen, die versucht haben, Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen zu nehmen. Zu allem Überfluss kommen sie aus einem anderen Land, das viele als unseren wichtigsten Verbündeten betrachten. Was für eine schreckliche Sache für die Demokratie!", ätzte der 79-Jährige weiter. Dem "Telegraph" wiederum dankte Trump für "die Aufdeckung dieser korrupten 'Journalisten'".
Worum geht es genau? Während sich die Vereinigten Staaten im Herbst letzten Jahres auf die US-Wahl vorbereiteten, zeigte die BBC in einer ihrer Sendungen Aufnahmen, die verschiedene Abschnitte von Trumps Rede vom 6. Januar 2021 zusammenschnitten, als Randalierer das US-Kapitol stürmten. Zwischen den beiden Teilen des Clips lagen allerdings 54 Minuten, weshalb die Zuschauer nur sahen, wie Trump seine Anhänger aufforderte, zum Kapitol zu gehen und "wie die Hölle zu kämpfen", anstatt seines eigentlichen Aufrufs zu friedlichen Protesten.
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fka/gom/news.de
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