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König Charles III. auf USA-Staatsbesuch: Donald Trump platzt vor Vorfreude - Briten-Monarch droht Spießrutenlauf

König Charles III. tritt bei Donald Trump nach dessen Staatsbesuch in Großbritannien zum Gegenbesuch an. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Jonathan Brady

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  • Donald Trump jubelt schon: König Charles III. und Königin Camilla reisen auf Staatsbesuch in die USA
  • US-Präsident empfängt britisches Königspaar trotz Attacken gegen Großbritannien
  • Kein Treffen mit Prinz Harry oder Epstein-Opfern: Briten-Monarch steht heikle USA-Reise bevor

König Charles III. und Königin Camilla sitzen praktisch schon auf gepackten Koffern: Noch in diesem Monat wird sich das britische Königspaar auf Reisen machen und zum Staatsbesuch in die USA aufbrechen. Für König Charles III. dürfte die Reise vom 27. bis 30. April alles andere als ein Spaziergang werden, denn auf den Monarchen warten etliche Stolperfallen in den Vereinigten Staaten.

Palast bestätigt: König Charles III. reist zum Staatsbesuch in die USA zu Donald Trump

Bislang waren es nur Gerüchte, die die bevorstehende Reise von Charles und Camilla in die USA betrafen, doch inzwischen hat der Buckingham-Palast den Staatsbesuch offiziell bestätigt und bekannt gegeben, dass das Königspaar im Anschluss an den Aufenthalt in den Vereinigten Staaten nach Bermuda weiterreisen wird.

Donald Trump in heller Aufregung: US-Präsident fiebert Besuch von König Charles III. entgegen

Der Buckingham-Palast erklärte, die Reise solle die "historische Beziehung und die moderne bilaterale Beziehung" zwischen Großbritannien und den USA würdigen. Aktuell ist das Verhältnis zwischen beiden Ländern allerdings stark angekratzt: In den vergangenen Wochen hatte Donald Trump wiederholt scharfe Kritik an der britischen Regierung geübt. Zwischenzeitlich war sogar unklar, ob der Besuch wie geplant stattfinden würde. Nun scheint jedweder Unmut vergessen: Donald Trump selbst zeigte sich höchst erfreut über das Kommen des Königspaares. "Ich freue mich darauf, Zeit mit dem König zu verbringen, den ich sehr schätze", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social und bezeichnete den Besuch als "historisch". Der US-Präsident und First Lady Melania Trump planen bereits ein "wunderschönes Staatsbankett im Weißen Haus", das am Abend des 28. April stattfinden soll.

US-Präsident hegt Groll gegen Großbritannien, freut sich aber auf königlichen Besuch

Die Spannungen zwischen Washington und London hatten in den vergangenen Wochen erhebliche Zweifel am Zustandekommen des Staatsbesuchs aufkommen lassen. Der US-Präsident kritisierte die britische Regierung wiederholt scharf, vor allem wegen der aus seiner Sicht zu zögerlichen Unterstützung im Iran-Krieg.

Premierminister Keir Starmer geriet dabei mehrfach persönlich ins Visier des US-Präsidenten. Trotz dieser diplomatischen Verwerfungen unterscheidet Trump offenbar klar zwischen der Regierung und der Krone. Für den US-Präsidenten, der als großer Bewunderer des britischen Königshauses gilt, ist die Verbindung zur britischen Krone auch eine persönliche Angelegenheit. Seine Mutter Mary Anne MacLeod wurde auf der schottischen Insel Lewis geboren und wanderte später in die Vereinigten Staaten aus. Diese familiäre Herkunft erklärt seine ausgeprägte Wertschätzung für die Monarchie.

König Charles III. auf Gegenbesuch bei Donald Trump - diese Treffen lässt der Monarch ausfallen

Bereits im September 2025 war Trump selbst zum Staatsbesuch auf der Insel gewesen, wo ihn Charles III. auf Schloss Windsor empfangen hatte. Nun tritt Charles III. also zum Gegenbesuch an - doch schon vorab zeichnet sich den Royals-News des "Daily Star" zufolge ab, dass der König einige Treffen bewusst von seiner Agenda streichen wird. Demnach wird König Charles während des Staatsbesuchs keine Überlebenden des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein treffen. Der US-Kongressabgeordnete Khanna, der sich für Aufklärung im Epstein-Skandal einsetzt, hatte den Monarchen in einem offenen Brief um ein privates Gespräch mit Betroffenen gebeten.

Der Buckingham-Palast begründete die Ablehnung mit laufenden Ermittlungen der britischen Polizei in Angelegenheiten rund um Epstein. Ein Treffen könnte diese Untersuchungen beeinträchtigen oder mögliche rechtliche Schritte gefährden, hieß es aus Palastkreisen. Allerdings wurde ein künftiges Zusammentreffen nicht ausgeschlossen – die Formulierung "werden nicht in der Lage sein" sei bewusst gewählt worden. In seinem Schreiben hatte Khanna auch darauf hingewiesen, dass Anfragen an Prinz Andrew bezüglich seiner Verbindungen zu Epstein unbeantwortet geblieben seien. Im Vorfeld der königlichen Reise wurde jedoch bereits gemutmaßt, König Charles III. könnte in den USA unangenehmen Situationen ausgesetzt werden, sollte er in der Öffentlichkeit mit Kritikern aneinandergeraten, die dem Oberhaupt des britischen Königshauses die Verstrickung in den Epstein-Skandal übelnehmen.

Ebenfalls nicht geplant ist den Royals-News zufolge ein Wiedersehen zwischen König Charles III. und seinem seit sechs Jahren in den USA wohnhaften Sohn Prinz Harry. Vater und Sohn hatten sich seit Harrys Auswanderung nach Kalifornien nur wenige Male persönlich wiedergesehen, das Verhältnis des Herzogs von Sussex zu seiner Herkunftsfamilie gilt als unterkühlt, ja zerrüttet.

König Charles III. reist zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit in die Staaten

Der Staatsbesuch des britischen Königspaares wird seit Monaten im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit vorbereitet. Die USA begehen 2026 dieses bedeutende Jubiläum, und die Visite des britischen Königspaares soll die besonderen Beziehungen zwischen den einstigen Kontrahenten unterstreichen.

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/news.de/dpa/stg

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