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Wladimir Putin: Soldaten stellen Putin öffentlich bloß - Kremlchef gesteht Rückschläge ein

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev

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  • Wladimir Putin mit öffentlichem Eingeständnis im Ukraine-Krieg
  • Wladimir Putin gibt öffentlich Probleme im Ukraine-Krieg zu
  • Soldaten offenbaren Putin-Rückschlag in aller Öffentlichkeit

Der Russland-Tag - Russlands Nationalfeiertag am 12. Juni, der an die Souveränitätserklärung von 1990 erinnert - verlief in Moskau für Wladimir Putin in diesem Jahr grundlegend anders als gewohnt. Die übliche pompöse Inszenierung auf dem Roten Platz mit patriotischen Reden, Auszeichnungen und historischen Vergleichen fiel aus. Der Kreml sagte das traditionelle Großkonzert ab - die Angst vor massiven Drohnenangriffen dürfe zu groß gewesen sein.

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Wladimir Putin mit öffentlichem Eingeständnis im Ukraine-Krieg

Stattdessen wählte Wladimir Putin eine Veranstaltung hinter verschlossenen Türen. Der russische Präsident versammelte Angehörige der Streitkräfte zu einem Treffen, das auf den ersten Blick weniger spektakulär wirkte als die sonst üblichen Feierlichkeiten. Doch die Gespräche mit den Soldaten sollten sich als bemerkenswert herausstellen.

Was zunächst wie eine schlichte Formatänderung erschien, erwies sich als bedeutsamer Kurswechsel in der öffentlichen Kommunikation des Kremls. Putin nutzte den Nationalfeiertag nicht für triumphale Gesten, sondern für ein ungewöhnlich offenes Eingeständnis militärischer Herausforderungen. Die Begegnung mit den Soldaten bot den Rahmen für Aussagen, die so bisher nicht zu hören waren.

Wladimir Putin gibt öffentlich Probleme im Ukraine-Krieg zu

Wladimir Putin räumte laut "Kyiv Post" vor laufender Kamera ein, womit russische Truppen täglich konfrontiert sind: Ukrainische Drohnen bereiten seinen Streitkräften massive Schwierigkeiten. Die Kommandeure würden ihn ununterbrochen über diese Problematik informieren, betonte der Präsident.

  • "Wir verstehen die Probleme, die Drohnen für uns schaffen, vollständig", sagte Putin.
  • "Ihre Kommandeure berichten uns ständig davon – jeden Tag. Sie wiederholen es mir jeden einzelnen Tag."

Der russische Präsident beschrieb anschaulich, welche Belastung diese Situation für seine Soldaten bedeutet.

  • "Ich weiß, was es in manchen Fällen heißt, den Kopf zu heben, wenn diese Drohnen dort wie Fliegen hängen", erklärte er.

Soldaten offenbaren Putin-Rückschlag in aller Öffentlichkeit

Die Soldaten schilderten Wladimir Putin konkrete Rückschläge sowie technische Probleme, die den Ernst der Lage verdeutlichen. Ein Angehöriger der Streitkräfte berichtete, dass die Ukraine ihre Drohnen vermehrt in Frequenzbereichen zwischen 8 und 12 Gigahertz einsetzt. Diese Anpassung macht es für russische Bodengeräte deutlich schwieriger, die Flugkörper zu erfassen.

  • "Unsere bodengestützten Geräte haben aufgehört, sie zu sehen", erklärte der Soldat.

Ein weiterer Soldat machte auf die wachsende technologische Kluft aufmerksam. Er warnte davor, dass die Ukraine bereits fortschrittliche Drohnensysteme im Kampfgebiet einsetzt. Besonders brisant: Ukrainische Drohnen profitieren vom Starlink-System, während Russland über keine vergleichbare Infrastruktur im notwendigen Umfang verfügt.

Putin versuchte zu beschwichtigen.

  • "Der Feind ändert ständig die Parameter", räumte er ein. Russland benötige ein System, das flexibel auf gegnerische Anpassungen reagiere und einen Schritt voraus bleibe.
  • Ob diese Fähigkeit tatsächlich existiert, blieb offen.

Wladimir Putin macht nur vage Versprechen

Als die Soldaten auf das fehlende russische Pendant zu Starlink hinwiesen, zeigte sich Putin zuversichtlich. Russland habe ein entsprechendes System bereits entwickelt, behauptete er. Die einzige verbleibende Herausforderung sei die großflächige Umsetzung. Weder eine Bezeichnung noch technische Einzelheiten oder einen konkreten Zeitplan für die Bereitstellung nannte der Präsident jedoch.

  • "Es gibt viele Dinge, die der Feind nicht hat, aber wir schon", verkündete Putin. "Und es wird mehr geben, und sie werden besser sein."

Die Inszenierung am Nationalfeiertag sollte die russische Bevölkerung überzeugen, dass ein durch ukrainische Technologie zunehmend erschwerter Konflikt nach wie vor unter Kontrolle des Kremls steht.

Wladimir Putin spricht plötzlich von "Krieg" statt "Spezialoperation"

Bei dem Treffen fiel dem Bericht zufolge eine bemerkenswerte sprachliche Veränderung auf: Wladimir Putin und die Soldaten verwendeten mehrfach das Wort "Krieg". Diese Bezeichnung stand jahrelang unter Strafe in Russland. Wer den Ukraine-Konflikt so benannte, riskierte drakonische Konsequenzen.

Der Kreml hatte bisher eisern am Begriff "Spezialoperation" festgehalten. Doch nun scheint diese sprachliche Lüge selbst für den Kreml nicht mehr nützlich zu sein. Putin nutzte den Begriff sogar, um die Schuldfrage umzukehren.

  • "Das ist genau der Krieg, den sie gegen Russland entfesselt haben", sagte er und beschuldigte alle Nato-Länder, feindselige Aktionen gegen Moskau zu organisieren.
  • Dabei bestritt Putin erneut, dass Moskau den Konflikt mit seiner umfassenden Invasion der Ukraine begonnen habe.

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