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Wladimir Putin: Satellitenbilder enthüllen - massive Aufrüstung im Nato-Grenzgebiet

Neue Satellitenbilder zeigen - Wladimir Putin baut seine Militärkapazitäten an den Nato-Grenzen aus. Militärexperten sehen eine besondere Gefahr in den kommenden drei Jahren. Bild: dpa/Pool Sputnik Kremlin/Alexander Kazakov

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  • Wladimir Putin baut Militärstandorte an der Grenze zu Norwegen aus
  • Nato-Grenzen gefährdet - Militärexperten warnen vor Gefahr in den nächsten drei Jahren
  • Finnland, Dänemark, Norwegen - Satellitenbilder zeigen Russlands Aufrüstungsfortschritt
  • Nach Ende des Ukraine-Kriegs - Nato-Staaten gegen russische Machtambitionen gefordert
  • Putin-Sprecher droht: es wird eskalieren

Aktuelle Satellitenaufnahmen belegen eine umfangreiche militärische Aufrüstung Russlands unmittelbar an der Nato-Grenze. Wie der dänische Sender "DR" gemeinsam mit nordischen Medienpartnern berichtet, entstehen von Nordnorwegen bis nach Litauen neue russische Stützpunkte und bestehende Basen werden erweitert.

Wladimir Putin bereitet sich vor - "eine Bedrohung, die wir ernst nehmen sollten"

Geheimdienste und Militärführungen aus Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark bestätigen diese Erkenntnisse. Der schwedische Militärgeheimdienstchef Thomas Nilsson warnte gegenüber den Medien: "Es handelt sich sehr wohl um eine Bedrohung, die wir ernst nehmen sollten."

Kreml-Plan sieht massive Aufrüstung im finnischen Raum vor

Nach Einschätzung des ehemaligen finnischen Geheimdienstoffiziers Marko Eklund plant Moskau, nach einem Ende der Kämpfe in der Ukraine rund 115.000 Soldaten in Grenznähe zu stationieren. Der finnische Armeechef Pasi Välimäki rechnet mit etwa 80.000 Soldaten an der finnischen Grenze – eine Vervierfachung gegenüber den bisherigen 20.000.

Neue Kasernen und Munitionslager entlang der gesamten Grenze

Den gesamten Winter über hat Russland auf der anderen Seite der finnischen Grenze neue militärische Strukturen errichtet. Die Satellitenbilder, hier auf der Social-Media-Plattform X zu sehen, zeigen frisch gebaute Unterkünfte für tausende Soldaten, lange Reihen von Militärfahrzeugen sowie Munitionsdepots.

Putin bereitet sich auf Nato-Konflikt nach dem Ukraine-Krieg vor

Laut dem schwedischen Militärgeheimdienst Must entsteht eine Infrastruktur, die nach Kriegsende in der Ukraine mit Truppen gefüllt werden kann. Insgesamt rechnen die Experten mit acht Divisionen in der Region um Schweden. "Wir glauben nicht, dass diese nur zur Schau existieren. Es geht darum, der NATO in einem größeren Konflikt in der Zukunft begegnen zu können", erklärte Geheimdienstchef Nilsson.

Die Gesamtstärke der russischen Streitkräfte schätzt Must auf 1,5 Millionen Soldaten, von denen viele schnell verlegt werden können.

Bedrohung aus Russland - die nächsten drei Jahre gelten als "absolut am gefährlichsten"

Mehrere Quellen des dänischen Senders stufen den Zeitraum der kommenden ein bis drei Jahre als besonders kritisch für eine mögliche militärische Konfrontation zwischen Russland und der NATO ein. Solange Moskau im Ukraine-Krieg gebunden sei, bleibe die unmittelbare Bedrohung gering, betonen Experten.

Vollständige Mobilisierung aller westlicher Demokratien

Doch diese Lage könnte sich rasch ändern. "Wenn es zu einem Waffenstillstand in der Ukraine kommt, kann sich das sehr schnell wandeln", warnt Generalmajor Brian Nissen, Kommandeur der NATO-Streitkräfte im Baltikum und in Polen. Ein Krieg entlang der östlichen Flanke hätte verheerende Folgen und würde eine vollständige Mobilisierung erfordern – nicht nur in den baltischen Staaten, sondern in allen westlichen Demokratien.

GPS-Störungen und Grenzverletzungen im Ostseeraum häufen sich

Der Ostseeraum steht besonders im Fokus der Spannungen – diese Region wäre bei einer Eskalation als erste betroffen. Bereits jetzt registrieren die Anrainerstaaten zahlreiche Zwischenfälle: Massive GPS-Störungen beeinträchtigen die gesamte südliche Ostsee einschließlich Gotland, Bornholm und des Baltikums. Russische Schiffe verletzen wiederholt die Hoheitsgewässer vor Schweden, Deutschland, Dänemark, Estland und Finnland.

Hinzu kommen aggressive Flugmanöver, bei denen Nato-Jets russische Kampfflugzeuge abfangen müssen. Verdächtige Aktivitäten russischer Schiffe wurden bei Windparks, LNG-Terminals und Militärbasen beobachtet. Cyberangriffe und Drohnensichtungen treffen Energie- und Hafenbetreiber in Estland, Lettland und Polen.

Nato-Offiziere beklagen zudem erhebliche Defizite bei den eigenen Streitkräften. Es mangele an konventionellen Truppen, Drohnen, Luftwaffe und Weltraumtechnik.

Moskau dementiert – doch Putin-Berater droht mit Eskalation

Der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin, weist die Vorwürfe entschieden zurück. Die Behauptung eines geplanten Angriffs auf Nato-Staaten sei "eine Lüge". Das russische Außenministerium bezeichnet die Aufrüstung in Stellungnahmen als rein defensiv.

Putin-Berater: "Unsere Geduld geht zu Ende, und dann werden wir eskalieren"

Aus dem engsten Kreis des Kremls klingen jedoch andere Töne. Putin-Berater Sergej Karaganov erklärte in einem Interview mit "DR": "Die Nato sollte auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen werden, es gibt keine anderen Alternativen, sie ist ein Krebs, der die ganze Welt gefährdet." Er fügte hinzu: "Unsere Geduld geht zu Ende, und dann werden wir eskalieren."

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