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Wladimir Putin: Spitzenmilitärs rechnen mit Angriff auf Nato bis 2029 - "Bedrohung wächst"

Die Gefahr aus Moskau ist allgegenwärtig. Ein Angriff auf Nato-Hoheitsgebiet ist laut Militärexperten wahrscheinlich. Bild: dpa/Pool Reuters/Ramil Sitdikov

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  • Im Interview: Spitzenmilitärs befürchten Angriff auf Nato-Gebiet bis 2029
  • Wladimir Putin stellt alle Ressourcen bereit - "Die Bedrohung wächst"
  • Nato bereitet Streitkräfte auf Gegenwehr vor - Dreistufenplan könnte greifen

Statt Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg steht Wladimir Putin bereits in den Startlöchern für einen Angriff auf europäisches Nato-Gebiet. So zumindest die Einschätzung zweier hochrangiger Spitzenmilitärs. Im Interview mit der Journalistin Sina-Maria Schweikle äußern sie gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" das, was viele bereits befürchteten - Putins Angriffswille ist geweckt und könnte bereits 2029 Realität werden.

Putins Angriffspläne liegen bereit - schon 2029 Übergriff auf Nato-Gebiet?

Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, mahnt eindringlich vor einer möglichen militärischen Konfrontation mit Russland in naher Zukunft. Gemeinsam mit seinem britischen Amtskollegen Air Chief Marshal Sir Richard Knighton nannte Breuer das Jahr 2029 als kritischen Zeitpunkt.

Wladimir Putin bereitet Nato-Angriff vor - Indikatoren weisen darauf hin

"Die verschiedenen Indikatoren - Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen - laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja", erklärte der höchste deutsche Militär. Mehrere Faktoren deuteten demnach darauf hin, dass Moskau die NATO schon bald auf die Probe stellen könnte.

Britischer Militärchef sieht zunehmende Gefahr aus Russland - "Die Bedrohung wächst"

Knighton bestätigte die Einschätzung seines deutschen Kollegen. Ein exaktes Datum für einen möglichen Angriff lasse sich zwar nicht bestimmen, doch die Tendenz sei unmissverständlich: "Die Bedrohung wächst." Putin habe seinen Willen bewiesen, souveräne Staaten anzugreifen. "Je näher man der russischen Grenze ist, desto stärker spürt man das."

Nato bereitet sich auf Russland-Angriff vor - Luftraum wird abgesichert

Deutschland und Großbritannien seien davor jedoch gewarnt - und bereiten ihre Streitkräfte entsprechend vor. Die deutsche Luftwaffe und die Royal Air Force sichern beispielsweise gemeinsam mit Eurofighter-Jets den Luftraum über dem Baltikum.

Darüber hinaus steuern deutsche Soldaten inzwischen britische Chinook-Hubschrauber auf britischem Territorium. Auch bei der Seeaufklärung arbeiten beide Nationen eng zusammen – deutsche Besatzungen von Seefernaufklärern sind vom schottischen Stützpunkt RAF Lossiemouth aus im Einsatz.

Breuers Dreistufenplan für die Verteidigung gegen Wladimir Putins Machtambitionen

Um der russischen Bedrohung zu begegnen, skizziert Generalinspekteur Carsten Breuer gegenüber der "Süddeutschen" eine klare Strategie mit drei Phasen. Zunächst müsse die Bundeswehr eine sogenannte "Fight-Tonight-Fähigkeit" erreichen – also die Bereitschaft, sofort in einen Konflikt eingreifen zu können.

Als zweites Ziel nannte Breuer den Ausbau der militärischen Kapazitäten bis zum Jahr 2029. Langfristig strebe man bis 2035 und darüber hinaus eine technologische Überlegenheit an. Die neue Militärstrategie und das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr würden den Rahmen für diese Entwicklung vorgeben.

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