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Ukraine-Krieg: Frieden abhängig von Putins Soldaten? Lawrow wettert gegen Europa

Russlands Außenminister Sergej Lawrow lehnt diplomatische Bemühungen aus der Ukraine und Europa ab. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Andrea Renault

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  • Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg: Moskau setzt auf militärische Erfolge statt auf Diplomatie
  • Für Sergej Lawrow hängt alles von "Taten unserer Helden an der Front" ab
  • Lawrow und Peskow lehnen Gesprächsangebote ab
  • Kremlsprecher wirft Europa Doppelmoral vor

In London haben sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Friedrich Merz, Keir Starmer und Emmanuel Macron zusammengesetzt und sich auf fünf Bedingungen für ein Ende im Ukraine-Krieg geeinigt.Außenminister Sergej Lawrow und Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erteilten den diplomatischen Vorstößen eine klare Absage. Die russische Führung signalisierte jedoch, dass sie weiterhin auf militärische Erfolge statt auf Diplomatie setzt.

Lawrow gegen Friedensinitiative: Ende des Ukraine-Kriegs entscheidet sich an der Front

Der russische Außenminister machte bei einer Pressekonferenz am Sonntag deutlich, dass Moskau keine Grundlage für Gespräche sieht. "Ich weiß nicht, wie wir vor diesem Hintergrund überhaupt über Verhandlungen sprechen können", zitiert "Kyiv Independent" Lawrow. "Im Moment hängt alles nicht von Verhandlungen ab, sondern von den Taten unserer Helden an der Front."

Kreml-Sprecher Peskow wirft Europa Doppelmoral vor

Auch Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies die europäische Initiative bei seinem Briefing am Sonntag zurück. Er warf den westlichen Staats- und Regierungschefs vor, ihre eigenen Friedensappelle zu untergraben, indem sie gleichzeitig die militärische Unterstützung für Kiew fortsetzen. "Ich möchte darauf hinweisen, dass Macron, Starmer und Merz alle versuchen, über Frieden zu sprechen. Gleichzeitig betonen sie ihre Absicht, bei der Produktion neuer Waffenarten zu helfen", sagte Peskow. "Ist das nicht ein Widerspruch in ihrer Rhetorik?"

Selenskyj in Brief offen für ein Treffen mit Putin

Die russische Ablehnung erfolgte, nachdem Selenskyj sich zuvor in einem offenen Brief an Wladimir Putin gewandt und bilaterale Verhandlungen sowie ein persönliches Treffen der beiden Staatschefs vorgeschlagen hatte. Die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens unterstützten diese Initiative am 7. Juni mit einer gemeinsamen Erklärung. Darin formulierten sie Bedingungen für einen dauerhaften Frieden, darunter einen sofortigen umfassenden Waffenstillstand und Verhandlungen auf Basis der aktuellen Frontlinien. 

Ukraine-Präsident - Wladimir Putin "will diesen schrecklichen Krieg gewinnen"

Es habe bereits mehrfach Signale aus Moskau über mögliche Gespräche gegeben, doch seien diese immer wieder verstummt, sagte Selenskyj in einem Interview mit dem britischen Sender "Sky News". "Man versteht manchmal nicht, was die Russen wirklich wollen", sagte er. Kremlchef Wladimir Putin "will diesen schrecklichen Krieg gewinnen", allerdings erkenne er zuletzt, dass seine Truppen die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren hätten. Alle Entscheidungen über das weitere Geschehen hingen "zu 100 Prozent" von ihm ab.

Selenskyj wünschte sich in dem Interview mit "Syk News" bei möglichen Friedensgesprächen eine Beteiligung von Europa und den USA. Die amerikanischen Friedensbemühungen liegen derzeit auf Eis. Seit Februar ruhen die von Washington geführten Vermittlungsversuche, da die USA mit dem Konflikt mit dem Iran beschäftigt sind.

Putin erteilt Friedensbemühungen eine Absage

Bereits am 5. Juni hatte Putin beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg ein Treffen mit Selenskyj ausgeschlossen. Er sehe "keinen Sinn" in einem solchen Gespräch, erklärte der russische Präsident. Selenskyj reagierte noch am selben Tag und warf Putin vor, kein echtes Interesse an einem Kriegsende zu haben. "Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg", sagte der ukrainische Staatschef in seiner Abendansprache.

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/bua/news.de/dpa/stg

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