Wolodymyr Selenskyj: Ukraine-Präsident und Verbündete machen Putin klare Ansage zu Kriegsende
Bundeskanzler Friedrich Merz, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Premierminister Sir Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Lucy North
Erstellt von Franziska Kais
08.06.2026 15.31
- Ukraine-Gipfeltreffen in London zwischen Selenskyj, Merz, Macron und Starmer
- Ukraine-Präsident und Verbündete senden Wladimir Putin klare Botschaft
- Wladimir Putin muss fünf Bedingungen für einen dauerhaften Ukraine-Frieden erfüllen
In der britischen Hauptstadt haben sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Vertreter aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland auf gemeinsame Voraussetzungen für ein Ende des Krieges geeinigt. Das berichtet aktuell "Focus Online".
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Selenskyj und Verbündete machen Putin klare Ansage zu Ukraine-Kriegsende
Die sogenannte E3-Gruppe und die Ukraine formulierten dabei fünf Bedingungen für einen "gerechten und dauerhaften Frieden" mit Russland. An oberster Stelle der Forderungen steht eine sofortige und vollständige Waffenruhe. Darüber hinaus verlangen die vier Staaten, dass Moskau für die angerichteten Kriegsschäden aufkommt. Die gemeinsame Erklärung zieht damit eine deutliche Linie gegenüber dem Kreml und ist als klare Ansage gegenüber Wladimir Putin, der jüngst bei einer Pressekonferenz mit einem Wutanfall für Schlagzeilen sorgte, zu verstehen.
Klare Ansage an Wladimir Putin - Ukraine und Verbündete stellen 5 Bedingungen für Kriegsende
Die fünf Bedingungen aus der gemeinsamen Erklärung lauten:
- Sofortige Waffenruhe: Russland soll einer umgehenden und vollständigen Feuerpause zustimmen.
- Friedensverhandlungen: Bei neuen Gesprächen soll der aktuelle Frontverlauf als Ausgangspunkt dienen.
- Garantien für die Ukraine: Nach einer Waffenruhe soll Kiew verbindliche Sicherheitszusagen erhalten.
- Entschädigungen für die Kriegsschäden: Moskau soll für die Folgen des Krieges zahlen, eingefrorene Vermögen sollen blockiert bleiben.
- Europas Sicherheit: Bei einer Einigung sollen auch die Interessen Europas sowie Fragen zu EU und Nato berücksichtigt werden.
Ukraine-Gipfel in London - neue Drohnentechnik im Fokus der Gespräche
Neben den Friedensbedingungen stand auch militärische Unterstützung auf der Agenda des Londoner Treffens zwischen Wolodmyr Selenskyj, Friedrich Merz, Emmanuel Macron und Keir Starmer. Die vier Staaten begrüßten in ihrer gemeinsamen Erklärung den Einsatz neuer Drohnentechnologie in der Ukraine. Zudem berieten die Teilnehmer darüber, wie sich weitere Unterstützungsmaßnahmen für Kiew optimal koordinieren lassen. Im Mittelpunkt stand dabei die Abstimmung vor anstehenden internationalen Zusammenkünften. Die E3-Staaten und die Ukraine wollen ihre Hilfsleistungen künftig noch enger aufeinander abstimmen, um die Wirksamkeit der Unterstützung zu maximieren.
Deutschland, Frankreich und Großbritannien poch auf Platz am Verhandlungstisch
Die europäischen Partner machten bereits im Vorfeld des Treffens deutlich, dass sie bei möglichen Friedensgesprächen nicht außen vor bleiben wollen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte betont, die Europäer müssten bei einem Friedensplan mitverhandeln, da sie die Ukraine bisher am stärksten unterstützt hätten. Auch die E3-Gruppe unterstrich vor den Londoner Gesprächen die Notwendigkeit einer europäischen Beteiligung an künftigen Verhandlungen. Die drei Staaten sehen sich aufgrund ihrer umfangreichen Hilfsleistungen in einer Schlüsselposition für die Gestaltung eines dauerhaften Friedens.
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