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Möglicher Nato-Konflikt: Berater warnt vor Lukaschenkos Vorbereitung - "sie sind bereit für eine Eskalation"

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko und Russlands Präsident Wladimir Putin gelten als enge Verbündete. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Sergey Bobylev

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  • Oppositions-Berater glaubt derzeit nicht an eine russische Invasion in das Baltikum über Belarus
  • Lukaschenkos Truppen sollen sich auf eine Eskalation vorbereiten
  • Panik ist nicht angebracht, dennoch sollten die europäischen Länder vorsichtig sein

Die Kämpfe in der Ukraine dauern an. Nach Angaben von ukrainischen Sonderdiensten soll Russlands Armee eine Invasion aus Belarus in die Westukraine vorbereiten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko am Telefon vor einem Kriegseintritt seines Landes. Doch Russlands Militär soll nicht nur vor den westlichen Regionen in der Ukraine Halt machen, sondern auch das Baltikum im Blick haben. Franak Viacorka, außenpolitischer Berater derbelarussischen Oppositionsführerin Sviatlana Tsikhanouskaya, rechnet aber im Interview mit "Kyiv Post" "heute oder morgen" nicht mit einer Invasion. Dennoch würden sich die Truppen vorbereiten.

Belarussischer Oppositions-Berater - Truppen bereit für Eskalation

Nach Angaben von Viacorka würden Truppen "die sowjetische Infrastruktur und Kommunikationslinien" modernisieren und Militärbasen bauen. "Gleichzeitig bereiten sie Infrastruktur entlang der Grenzen zu Ukraine, Litauen, Polen und Lettland vor – im Grunde alle Grenzen außer der zu Russland." Der Berater fügte hinzu: "Aber sie sind definitiv bereit für eine Eskalation. Sie bereiten sich auf eine Eskalation vor, sowie auf Provokationen an der Grenze, die jeden Monat stattfinden – mit Migranten, Hubschraubern und Drohnen." Putins Militär reizt die Grenzen bereits aus, indem es "Oreshnik und Atomwaffen" zur Erpressung einsetzt.

Berichte über angebliche Angriffe auf das Baltikum - Putin fehlt Personal für eine Invasion

Dennoch glaubt er nicht, dass Putin derzeit genügend Ressourcen und Personal besitzt, um eine "neue Front zu eröffnen". Sollte der Kremlchef Zeit bekommen, könnte sich das ändern. "Aber wenn es einen Waffenstillstand gibt, wenn Putin Zeit hat, sich neu zu formieren, dann dürfen wir auch eine Eskalation gegen andere Länder nicht ausschließen", soViacorka. 

Berater mahnt den Westen zur Vorsicht

Für ihn sei es auch ein Test, um zu schauen, wie gut der Westen auf eine mögliche Eskalation vorbereitet ist. Dennoch dürfe aber keine Panik entstehen. Länder im Baltikum und Polen seien gut vorbereitet. "Aber wir müssen vorsichtig bleiben und uns selbst stärken", rät er. Dazu gehöre es auch, die Ukraine zu stärken, damit die Lage nicht eskaliert.

Präsident Wolodymyr Selenskyj und Außenminister Andrii Sybiha hielten bei einem Treffen im Mai 2026 mit der belarussischen Oppositionsführerin eindringliche Reden über Belarus. Die Gespräche drehten sich um eine engere Zusammenarbeit beider Nationen sowie den gemeinsamen Kampf gegen die Russifizierung. Viacorka betonte die Bereitschaft der Ukraine, eine regionale Führungsrolle zu übernehmen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für Moldau, Belarus und den Südkaukasus.

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