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Drohnen-Alarm in St. Petersburg: Ukraine-Drohnen treffen Wladimir Putins Ölterminal zum Wirtschaftsforum-Start

Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin: Kurz vor dem Start seines Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg hat die Ukraine die Stadt mit Drohnen-Angriffen überzogen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov

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  • Wladimir Putin vor Internationalem Wirtschaftsforum von Ukraine-Drohnen überrascht
  • Drohnen-Alarm in St. Petersburg verhagelt Kreml-Chef glanzvolles Event
  • Ölterminal am Hafen von St. Petersburg von ukrainischen Drohnen getroffen

Wladimir Putins Pläne, in seiner Heimatstadt St. Petersburg seine Gäste zum diesjährigen Internationale Wirtschaftsforum SPIEF zu begrüßen, sind von ukrainischen Drohnenangriffen empfindlich gestört worden. Am frühen Morgen des 3. Juni 2026 haben ukrainische Drohnen die russische Millionenmetropole St. Petersburg attackiert.

Ukraine-Drohnen über St. Petersburg: Ölterminal im Hafen bei Angriff getroffen

Dabei wurde ein Ölterminal im Großen Hafen getroffen, das zu den bedeutendsten Kraftstofflagern und Exportanlagen des Landes zählt. Augenzeugen schilderten heftige Detonationen und Brände auf dem Gelände am Finnischen Meerbusen.

Die städtischen Behörden versandten Warnmeldungen an Bewohner und Besucher. "Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets", hieß es in der SMS. Über weiten Teilen der Newa-Metropole stiegen Rauchschwaden auf.

Ukraine-Präsident Selenskyj feiert "gutes Resultat" seiner Drohnentruppen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf die russische Hafenstadt. Er bezeichnete die Einschläge als "gutes Resultat" der Zusammenarbeit zwischen Drohneneinheiten verschiedener Truppengattungen und den Geheimdiensten.

Neben dem Ölterminal sei auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt getroffen worden, erklärte Selenskyj. Dort unterhält die russische Kriegsmarine ihren Ostsee-Stützpunkt. Der ukrainische Staatschef hob die enorme Reichweite der Operation hervor: Die angegriffenen Ziele befänden sich fast 1.100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Darüber hinaus nannte Selenskyj ein weiteres Angriffsziel: "Ein weiteres Ziel war ein Unternehmen in der Region Tambow, das an der Produktion russischer Rüstungsgüter beteiligt ist."

Russland meldet Abschuss von 354 Drohnen

Drohnen-Alarm in St. Petersburg: Bei den Angriffen wurde ein Ölterminal im Großen Hafen getroffen, das zu den bedeutendsten Kraftstofflagern und Exportanlagen des Landes zählt. Bild: picture alliance/dpa | Ulf Mauder

Der St. Petersburger Gouverneur Alexander Beglow bestätigte Schäden durch die Angriffe. "Es sind einige Objekte beschädigt worden. Im Moment läuft die Beseitigung der Folgen", erklärte er. Es gebe einige Verletzte, konkrete Angaben zu den Schäden machte er jedoch nicht. Sämtliche Einsatzkräfte befänden sich in erhöhter Bereitschaft. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 354 ukrainischen Drohnen. Darunter seien auch Flugkörper in der Region um Moskau sowie im Leningrader Gebiet gewesen. Diese Zahlen lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen. Auch in der Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow schlugen Medienberichten zufolge Drohnen ein. Dort soll eine Fabrik das Ziel gewesen sein, die auch Raketentechnik herstellt.

Wladimir Putin feiert Wirtschaftsgipfel - mit AfD-Gästen aus Deutschland

Das Wirtschaftsforum SPIEF gilt als Russlands wichtigste Wirtschaftskonferenz und soll vom 3. bis 6. Juni abgehalten werden. Kreml-Chef Wladimir Putin empfängt dabei in seiner Geburtsstadt internationale Wirtschaftsführer und Regierungsvertreter. Die Veranstaltung soll demonstrieren, dass die russische Wirtschaft trotz westlicher Sanktionen funktioniert.

Aus Deutschland reisen auch Politiker der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD nach St. Petersburg. Wie die AFP berichtet, nehmen die Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier und Steffen Kotré sowie der sächsische AfD-Vorsitzende Jörg Urban an dem Forum teil.

Das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg nutzt Kreml-Chef Wladimir Putin als Bühne für die Außendarstellung Russlands und seiner Wirtschaft. Bild: Andre Ballin/dpa/dpa

Urban werde laut "Die Zeit" bei einer Veranstaltung mit dem Titel "Kultur als Brückenbauer in Krisenzeiten" auftreten. Neben den AfD-Politikern werden auch Unternehmer und Wirtschaftsvertreter aus westlichen Staaten erwartet.

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/news.de/dpa/stg

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