Ukraine-Krieg aktuell: Donald Trump verkündet dreitägige Waffenruhe - pünktlich zu Putins Protz-Parade
Donald Trump verkündet eine Feuerpause im Ukraine-Krieg – zumindest für 72 Stunden. Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa/dpa
Erstellt von Claudia Löwe
09.05.2026 08.21
- Donald Trump verkündet drei Tage lange Waffenruhe im Ukraine-Krieg aktuell
- Pünktlich zum "Tag des Sieges": Wladimir Putin kann Militärparade ungestört feiern
- Gefangenenaustausch zwischen Ukraine und Russland bestätigt
Obwohl Wladimir Putin im seit mehr als vier Jahren tobenden Ukraine-Krieg von eine Triumph über das russische Nachbarland noch weit entfernt ist, zelebriert der Kreml-Chef auch in diesem Jahr am 9. Mai den "Tag des Sieges" mit protzigen Militärparaden, wenn in Russland des Triumphes der Sowjetunion über das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg gedacht wird. Passend zu seiner Siegesfeier bekommt Wladimir Putin ein besonderes Präsident aus den USA: Donald Trump hat eine dreitägige Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine verkündet.
Donald Trump ruft 72-Stunden-Waffenruhe im Ukraine-Krieg aus
Die Kampfhandlungen sollen dem US-Präsidenten zufolge vom 9. bis zum 11. Mai ruhen. Auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump mit, dass die Vereinbarung auf seine direkte Bitte hin zustande gekommen sei. Neben der Aussetzung aller militärischen Operationen umfasst der Deal auch einen Austausch von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen pro Seite.
Sowohl Kreml-Chef Wladimir Putin als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben der Übereinkunft zugestimmt. Trump zeigte sich dankbar für deren Einwilligung. "Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs", erklärte der US-Präsident.
Wladimir Putin feiert in Moskau 80. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland
Der Tag des Sieges am 9. Mai erinnert in Russland an den Triumph der Sowjetunion über das nationalsozialistische Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Auf dem Roten Platz in Moskau findet die traditionelle Militärparade vor Putin statt – allerdings in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen ohne schweres Kriegsgerät. Chinas Staatschef Xi Jinping ist anlässlich des 80. Jahrestages nach Russland gereist. Auch die Präsidenten Brasiliens und Serbiens sowie der slowakische Ministerpräsident werden erwartet. Die Staatsoberhäupter von Belarus, Malaysia und Laos sollen ebenfalls teilnehmen. Bereits am 8. Mai hatte Moskau einseitig eine Waffenruhe für die Feiertage ausgerufen. Nach ukrainischen Angaben setzte die russische Armee ihre Angriffe jedoch unvermindert fort, weshalb Kiew keinen Grund sah, das Feuer einzustellen.
Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin bestätigen Vereinbarung zu 3-Tage-Waffenruhe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Deal und sprach Trump seinen Dank für dessen diplomatisches Engagement aus. "Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden", erklärte Selenskyj auf der Plattform X. Sein Team habe er bereits mit den Vorbereitungen beauftragt – die Ukraine wolle ihre Gefangenen heimholen. Auch von russischer Seite kam die offizielle Bestätigung. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, die Einigung sei durch jüngste Telefonate mit der US-Führung erreicht worden. Die amerikanischen Vertreter hätten ihrerseits Kontakt nach Kiew gehalten. Bereits am 7. Mai hatte sich der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, mit US-Vertretern getroffen. Dabei standen Sicherheitsgarantien und humanitäre Fragen auf der Agenda.
Blutigster Konflikt seit dem 2. Weltkrieg: Donald Trump hofft auf baldiges Ende des Ukraine-Krieges
Trump bezeichnete den Krieg als den größten bewaffneten Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Gespräche zur Beendigung der Kampfhandlungen würden fortgesetzt, man komme dem Ziel täglich näher, so der US-Präsident. Tatsächlich hatten die Verhandlungen zuletzt kaum Fortschritte gezeigt. Die menschlichen Verluste sind enorm: Mehr als 1,2 Millionen russische Opfer und über 600.000 getötete oder verwundete Ukrainer hat der über vierjährige Krieg bislang gefordert.
In den kommenden Wochen erwartet Kiew Gesandte aus Washington. Selenskyj nannte als Zeitrahmen die Spanne bis zum Sommerbeginn. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion – ein baldiges Ende des Konflikts bleibt ungewiss.
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