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Donald Trump durchschaut: "Wie Putins Traumplan!" US-Präsident erfüllt innigste Wünsche des Kreml-Chefs

Donald Trump muss sich Vorwürfe gefallen lassen, Wladimir Putins Wunschliste Stück für Stück abzuarbeiten. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | White House

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  • Donald Trump erfüllt Wladimir Putins sehnlichste Wünsche
  • Polens Regierungschef Tusk alarmiert: US-Präsident hakt Wunschzettel des Kreml-Chefs ab
  • "The Don" liebäugelt mit gelockerten Russland-Sanktionen, Nato-Austritt, Stopp von Ukraine-Hilfe

Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat die Politik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump mit ungewöhnlich deutlichen Worten attackiert und den Republikaner als inoffiziellen Handlanger Wladimir Putins bloßgestellt.

Donald Trump bloßgestellt: Dank "The Don" werden Putins Wünsche wahr

In einem Beitrag auf der Plattform X warf Tusk Trump vor, Wladimir Putins geheimste Wünsche wahr werden zu lassen und schrieb: "Die Bedrohung durch den Zerfall der Nato, die Lockerung der Russland-Sanktionen, eine massive Energiekrise in Europa, der Stopp der Ukraine-Hilfen und die Blockade des Kredits für Kiew durch Orbán – das alles sieht aus wie Putins Traumplan."

Donald Trump erfüllt Wladimir Putins "Traum-Plan"

Die Äußerungen des polnischen Premiers verdeutlichen den wachsenden Graben zwischen Washington und seinen europäischen Verbündeten, wie "Newsweek" ausführt. Polen gilt als einer der wichtigsten Nato-Partner der USA in Osteuropa. Tusks Kritik zielt auf mehrere parallel verlaufende Entwicklungen ab, die aus seiner Sicht dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Hände spielen. Putin hatte die Nato-Osterweiterung seit Jahren kritisiert und eine mögliche ukrainische Mitgliedschaft als rote Linie bezeichnet.

Kreml-Chef kann jubeln: Trump stellt US-amerikanische Nato-Mitgliedschaft offen infrage

Der US-Präsident hat einen möglichen Rückzug seines Landes aus dem Verteidigungsbündnis nach Beendigung des Iran-Konflikts ins Spiel gebracht. Gegenüber dem britischen "Daily Telegraph" erklärte Trump Anfang April: "Oh ja, ich würde sagen, das geht über eine Neubetrachtung hinaus. Ich war nie von der Nato überzeugt. Ich wusste immer, dass sie ein Papiertiger sind, und Putin weiß das übrigens auch." Bereits Stunden zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio bei Fox News angekündigt, dass Washington die Beziehung zur Allianz nach dem Krieg überprüfen werde. Rubio kritisierte, dass europäische Partner zwar amerikanischen Schutz erwarteten, den USA aber Stützpunktrechte verweigerten. Eine solche Vereinbarung sei schwer aufrechtzuerhalten, so der Außenminister.

Energiekrise verschärft transatlantischen Konflikt - sehr zur Freude von Putin

Der Streit zwischen den USA und den europäischen Verbündeten hat sich durch den US-israelischen Militäreinsatz im Iran deutlich zugespitzt. Trump wirft den Nato-Partnern vor, sich nicht an der Verteidigung der Straße von Hormus zu beteiligen – jener wichtigen Schifffahrtsroute, die der Iran wochenlang blockierte, nachdem Israel und die USA die Luftangriffe im Iran entfesselten. Die Gaspreise in Europa sind seit Beginn des Konflikts am 28. Februar um mehr als 70 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig arbeitet Europa daran, seine Abhängigkeit von russischem Gas zu beenden. Trump hatte zudem in der Vergangenheit mit seinen Annexionsplänen für Grönland für Verstimmung gesorgt. Am Donnerstag trafen sich Außenminister aus über 30 Ländern, um diplomatischen Druck zur Wiedereröffnung der Meerenge zu koordinieren – die USA nahmen nicht teil.

Donald Trump spielt Wladimir Putin im Ukraine-Krieg in die Karten

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, ein enger Verbündeter Wladimir Putins, hat sowohl neue EU-Sanktionen gegen Russland als auch einen Kredit für die Ukraine blockiert. Als EU-Mitglied kann Budapest solche Maßnahmen mit seinem Veto verhindern. Diese Blockadehaltung reiht sich in eine Serie von Rückschlägen für die Ukraine ein, die sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg zur Wehr setzt.

Die Trump-Regierung hatte im vergangenen Jahr die Militärhilfe für die Ukraine vorübergehend eingestellt. Auslöser war ein hitziges Treffen im Weißen Haus zwischen dem US-Präsidenten und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Trump beklagte gegenüber dem "Daily Telegraph", die USA seien stets für die Ukraine da gewesen: "Die Ukraine war nicht unser Problem. Es war ein Test, und wir waren für sie da. Sie waren nicht für uns da."

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