Wladimir Putin: Er liefert geheime Militärdaten - Kreml-Chef riskiert Stellvertreter-Krieg
Laut Geheimdienst-Informationen soll Wladimir Putin dem Iran geheime Militärinformationen über die USA vermitteln. Bild: dpa/Pool AP/Alexander Zemlianichenko
Erstellt von Ines Fedder
07.03.2026 15.38
- Wladimir Putin wendet sich gegen Donald Trump
- Geheimdienst-Infos offenbaren - er liefert Militärinformationen an Teheran
- Ukraine bietet Unterstützung gegen Putins Drohnen an
- Stellvertreterkrieg im Nahen Osten befürchtet
Moskau unterstützt Teheran offenbar mit sensiblen Aufklärungsdaten im laufenden Konflikt mit den USA. Nach Informationen von US-Geheimdiensten übermittelt Russland dem Iran Angaben zu Positionen und Bewegungen amerikanischer Streitkräfte im Nahen Osten. Das berichteten die "Washington Post" und der Sender CNN unter Berufung auf eingeweihte Beamte.
Wladimir Putin gibt geheime US-Informationen an den Iran weiter
Die weitergegebenen Informationen umfassen demnach Standorte von US-Kriegsschiffen, Flugzeugen und Bodentruppen in der Region. Laut CNN handelt es sich bei dem Material größtenteils um Aufnahmen moderner russischer Satelliten. "Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Maßnahme zu handeln", zitierte die "Washington Post" eine ihrer Quellen.
Dies wäre der erste konkrete Hinweis auf eine indirekte russische Beteiligung an den Kampfhandlungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Donald Trump reagiert: "Macht keinen Unterschied"
Die US-Regierung reagierte zurückhaltend auf die Enthüllungen. Pressesprecherin Karoline Leavitt erklärte am Freitag, die russische Unterstützung habe "eindeutig keinen Unterschied in Bezug auf die militärischen Operationen im Iran" gemacht, da man diese "vollständig dezimieren" werde. Auf eine Frage eines Pressevertreters bezüglich geheimer Informationsweitergabe Putins rastete US-Präsident Donald Trump jedoch völlig aus.
Verteidigungsminister Pete Hegseth versicherte in einem Interview mit CBS indes, dass die USA "alles verfolgen" und in ihre Planungen einbeziehen würden. "Das amerikanische Volk kann sich darauf verlassen, dass sein Oberbefehlshaber genau weiß, wer mit wem spricht", sagte er. Unerlaubte Aktivitäten würden "mit Nachdruck" konfrontiert.
Ob Präsident Trump mit Putin über den Informationsaustausch gesprochen habe, wollte Leavitt nicht beantworten. Ein Friedensabkommen im Ukraine-Krieg bleibe dennoch "ein erreichbares Ziel".
Kreml schweigt zu Geheimdiensthilfe
Moskau wollte sich nicht dazu äußern, ob Russland dem Iran seit Kriegsbeginn nachrichtendienstliche Unterstützung geleistet hat. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte am Freitag lediglich, es habe kein iranisches Ersuchen um militärische Hilfe gegeben. Man stehe im Dialog mit der iranischen Führung und werde diesen fortsetzen.
Die Partnerschaft zwischen beiden Ländern hat sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine deutlich vertieft. Teheran lieferte Moskau Angriffsdrohnen vom Typ Shahed und unterstützte den Kreml beim Aufbau einer eigenen Drohnenfabrik. Nach Erkenntnissen der früheren US-Regierung stellte der Iran zudem ballistische Kurzstreckenraketen für den Krieg in der Ukraine bereit.
Offiziell ist Russland nicht am Iran-Konflikt beteiligt. Moskau pflegt zudem wichtige Beziehungen zu Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Ukraine bietet Golfstaaten Drohnen-Expertise an
Die Ukraine nutzt die derzeitige Situation im Iran, um ihre Erfahrungen im Kampf gegen iranische Waffen anzubieten. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er habe mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain, Jordanien und Kuwait über eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen.
Teheran setzt die gleichen Shahed-Drohnen, die Russland im Krieg gegen die Ukraine verwendet, nun auch bei Angriffen in der Golfregion ein. Kiew verfügt daher über umfangreiche Kenntnisse zur Abwehr dieser Waffen.
"Die Ukraine weiß, wie man sich gegen Shahed-Drohnenangriffe verteidigt, weil unsere Städte fast jede Nacht damit konfrontiert sind", sagte die ukrainische Botschafterin in den USA, Olga Stefanishyna. "Wenn unsere Partner in Not sind, sind wir immer bereit zu helfen."
Expert:innen befürchten indes, im Nahen Osten könnte ein neuer Stellvertreter-Krieg entbrennen. Die Ukraine, Russland als auch die USA dürften dabei ihre ganz eigenen Ziele verfolgen.
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