Wladimir Putin: Putin schließt Nationalisierung westlicher Aktiva nicht aus
Kremlchef Putin hat das Russland-Geschäft mehrerer westlicher Unternehmen unter Zwangsverwaltung gestellt. Was er damit vorhat, erklärt er vor internationalen Experten in Moskau.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Kremlchef Wladimir Putin will das zuletzt von ihm unter Fremdverwaltung gestellte Russland-Geschäft westlicher Handelskonzerne im Fall einer Besserung der Lage wieder an die Eigentümer übergeben. Es sei nicht geplant, diese Firmen zu nationalisieren, sagte Putin beim politischen Waldai-Diskussionsforum in Moskau vor internationalen Experten. Die Fremdverwaltung schaffe aber auch die Möglichkeit, "spiegelbildlich" auf den Raub von russischen Firmenaktiva im Westen zu reagieren, sagte er.
Der Präsident hatte zuletzt die Töchter der Handelskonzerne Metro und Auchan und des Lebensmittelriesen Nestlé unter Zwangsverwaltung gestellt. Er wies Vorwürfe, nach denen Russland die ausländischen Aktiva in sein Staatseigentum überführen wolle, als "Lüge" zurück. "Wir nehmen niemandem etwas weg, stehlen nicht und nationalisieren nicht", sagte Putin. "Wir wollen niemanden bestrafen", antwortete er einem Journalisten, der gefragt hatte, warum ausgerechnet Nestlé betroffen sei. Das Unternehmen blieb in Russland wie andere auch nach Beginn des von Putin befohlenen Angriffskrieges gegen die Ukraine aktiv.
Zugleich kritisierte Putin die Beschlagnahmung von russischem Staatsvermögen im Westen als "völlig unzulässig". Als ein Beispiel nannte er die Gazprom Germania GmbH in Deutschland, die nach Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 unter dem Namen Securing Energy for Europe GmbH verstaatlicht wurde.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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