Bahn: Bündnis fordert mehr Geld für Sanierung des Schienennetzes

Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften warnen: Kürzungen bei der Schienensanierung könnten Verspätungen und Engpässe verschärfen.

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Ein Bündnis unter anderem aus Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften hat sich für eine bessere und langfristigere Finanzierung der Schienenwege in Deutschland ausgesprochen. "Der neue Haushaltsentwurf kürzt ausgerechnet die Mittel für Sanierung und Ausbau des Schienennetzes um 1,3 Milliarden Euro. Verspätungen, Ausfälle und Engpässe in den Lieferketten der Industrie drohen sich damit weiter zu verschärfen", heißt es in einer Mitteilung, die unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Klima-Allianz Deutschland sowie der Verband der Chemischen Industrie und die Wirtschaftsvereinigung Stahl unterzeichneten.

Bund erhöhte zuletzt seine Ausgaben - 2027 droht Trendwende

Das Schienennetz in Deutschland gilt als marode und daher als sehr anfällig für Störungen. Weil in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig in das Netz investiert wurde, ist eine Sanierung nun zwar in kurzer Zeit nötig, aber sehr teuer. In den vergangenen Jahren erhöhte der Bund die Ausgaben für die Schiene, im laufenden Jahr steuert er auf Rekordinvestitionen für diesen Bereich zu.

Derzeit sieht es aber danach aus, dass das Niveau im kommenden Jahr nicht gehalten wird. Wie viel Geld in das Netz investiert wird, wird im Rahmen der Haushaltsverhandlungen des Bundes jedes Jahr neu diskutiert - daran gibt es auch in der Bahn-Branche schon lange Kritik.

IG Metall: Bund muss für langfristige Finanzierung sorgen

"Wer Investitionen in die Schiene kürzt, verteuert die Produktion und schwächt den ohnehin angeschlagenen Industriestandort weiter. Unsere Stahlunternehmen, unsere Lieferanten und unsere Abnehmerbranchen brauchen ein Netz, auf das sie sich verlassen können", sagte Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Deshalb müsse der Bund "die chronische Unterfinanzierung der Bahn" endlich beenden.

"Die Bundesregierung muss jetzt die Investitionslücke schließen und für eine langfristige, verlässliche Finanzierung sorgen", forderte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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