Elon Musk: Einschlag auf dem Mond befürchtet – SpaceX-Rakete außer Kontrolle

Im vergangenen Jahr hatte eine "Falcon 9"-Rakete von SpaceX zwei Lander zum Mond gebracht. Jetzt könnte ein Teil der Rakete ungeplant auf dem Mond einschlagen - aber wird der Aufprall sichtbar sein?

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Einschlag auf dem Mond? SpaceX-Raketenstufe könnte unkontrolliert kollidieren (Foto) Suche
Einschlag auf dem Mond? SpaceX-Raketenstufe könnte unkontrolliert kollidieren Bild: picture alliance/dpa | Johannes Neudecker
  • Elon Musks SpaceX-Raketenstufe könnte ungeplant auf dem Mond einschlagen
  • Nasa hält eine direkte Beobachtung des möglichen Aufpralls für äußerst schwierig
  • Keine Gefahr für die Erde – Wissenschaftler erhoffen sich wertvolle Erkenntnisse

Mehr als eineinhalb Jahre nach ihrem Start sorgt eine SpaceX-Mission von Elon Musk erneut für Aufregung. Nach Berechnungen von Astronomen und der US-Raumfahrtbehörde Nasa könnte die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete unkontrolliert auf der Mondoberfläche einschlagen. Ob der Aufprall überhaupt beobachtet werden kann, ist derzeit allerdings noch ungewiss.

Raketenteil könnte auf dem Mond aufschlagen

Betroffen ist die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete, die im Januar 2025 zwei Mondlander ins All gebracht hatte. Nach aktuellen Berechnungen wird erwartet, dass das Bauteil den Mond erreicht und dort aufschlägt. Für die Wissenschaft bietet der Vorfall eine seltene Gelegenheit, die Folgen eines solchen Einschlags zu untersuchen.

Der US-Astronom Bill Gray hält zumindest eine Beobachtung für denkbar. "Das Objekt schlägt an einem Punkt ein, an dem es zumindest ein bisschen Hoffnung gibt, dass wir es beobachten können."

Sichtbarer Einschlag? NASA ist skeptisch

Ob der Moment des Aufpralls tatsächlich von der Erde aus verfolgt werden kann, bleibt fraglich. Nasa-Experten gehen davon aus, dass dies äußerst schwierig werden dürfte.
William Cooke von der US-Raumfahrtbehörde sagte: "Ich denke, er wird sehr, sehr schwer zu sehen sein, wenn nicht unmöglich."

Sollte keine direkte Beobachtung gelingen, könnte der Einschlag erst Stunden oder sogar Tage später bestätigt werden. Dann müssten Raumsonden die vermutete Einschlagstelle fotografieren und nach einem neu entstandenen Krater suchen. Unter anderem soll der Lunar Reconnaissance Orbiter in den kommenden Tagen das Gebiet überfliegen.

Warum die Rakete ihren Kurs änderte

Eigentlich war für die Raketenstufe ein anderes Missionsende vorgesehen. Nach Angaben von SpaceX wurde ein spezielles Manöver durchgeführt, um die Oberstufe entsprechend der geltenden Sicherheitsvorgaben aus ihrer ursprünglichen Flugbahn zu bringen.

SpaceX-Managerin Julianna Scheiman erklärte jedoch, dass "eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften" die Raketenstufe letztlich auf einen Kurs in Richtung Mond gelenkt habe.

Keine Gefahr für die Erde

Nach Einschätzung der Nasa besteht keinerlei Risiko für die Erde. Die Behörde betont zudem, dass Einschläge auf dem Mond grundsätzlich auch gezielt zur Entsorgung von Raumfahrzeugen genutzt werden können. Solche kontrollierten Kollisionen gelten als bekannte und nachvollziehbare Methode, um Missionen sicher zu beenden.

Der nun erwartete Einschlag war zwar ungeplant, bietet Forschern aber zugleich die Möglichkeit, neue Erkenntnisse über die Auswirkungen eines solchen Ereignisses auf der Mondoberfläche zu gewinnen. Bereits in der Vergangenheit waren Raketenteile auf dem Mond eingeschlagen – teils geplant, teils unbeabsichtigt.

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/news.de/dpa

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