Halberstadt: Halberstädter Würstchen mit vorläufiger Insolvenzverwalterin
Der Produktionsbetrieb der Halberstädter Würstchen kam wirtschaftlich nicht auf die Beine. Es haperte an der Finanzierung. Ein Insolvenzverfahren steht an.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die Liquidität war zuletzt schon extrem schwierig im Produktionsbetrieb der Halberstädter Würstchen, jetzt hat die Halberstädter Konserven GmbH ein Insolvenzverfahren beantragt. Das Amtsgericht Magdeburg ordnete eine vorläufige Insolvenzverwaltung an, wie aus dem Portal insolvenzbekanntmachungen.de hervorgeht. Der MDR hatte zuvor berichtet. Der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) zufolge steht die Produktion seit dieser Woche still. Die Geschicke liegen nun in der Hand der Magdeburger Anwältin und Sanierungsexpertin Karina Schwarz.
Die Eigentümerfamilie hatte im April mitgeteilt, sie suche für den Produktionsbetrieb der Halberstädter Würstchen samt Marke Käufer. 35 Jahre hatte sie das Unternehmen geführt. Prokuristin Silke Erdmann-Nitsch hatte gesagt: "Die Liquidität ist extrem schwierig". Die Finanzierung habe nicht funktioniert. Die Unternehmensgruppe, zu der auch ein Hotelbetrieb gehört, hat den damaligen Angaben von Erdmann-Nitsch zufolge rund 150 Mitarbeiter. Umsatzzahlen nannte das Unternehmen nicht.
Die Unternehmensgruppe rund um die Halberstädter Würstchen war von gestiegenen Energie-, Fleisch- und Personalkosten getroffen gewesen. Die Produktionsgesellschaft bei Halberstädter war in einem umkämpften und auch rückläufigen Markt in Schieflage geraten.
Das Unternehmen hat eine mehr als 140 Jahre lange Tradition. Zu DDR-Zeiten befand sich das Unternehmen in Volkseigentum, 1992 wurde es von der Unternehmerfamilie Nitsch übernommen. Die Produktpalette reicht von Fleisch- und Wurstkonserven über frische Produkte bis zu Suppen und Fertiggerichten.
Weitere aktuelle News aus dem Ressort "Wirtschaft":
- Dresden: Dresden baut Flusswasserwerk für Halbleiterindustrie
- Weimar: Jenaer Firma entwickelt Batterien-Material für Konzern
- Hamburg: Urteil: Haspa darf Festzinsvertrag nicht einfach verlängern
- Währung: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1614 US-Dollar
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.