Frankfurt / Main: Lufthansa will Mehrheit an Ita schnell übernehmen

Die Lufthansa will ihren Anteil an Ita im Sommer auf 90 Prozent erhöhen. Was das für die Integration der Airline und die nächsten Schritte bedeutet.

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Frankfurt am Main von oben. Aktuelle Nachrichten aus und über Frankfurt hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Bildgigant

Der Lufthansa-Konzern will bei der früheren italienischen Staats-Airline Ita bereits im Sommer die Mehrheit übernehmen. Nach der schnellsten betrieblichen Integration einer Airline in der Geschichte des Konzerns habe man entschieden, die entsprechende Option zu ziehen, sagte Vorstandschef Carsten Spohr bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns in Frankfurt. Der Lufthansa-Anteil wird damit auf 90 Prozent steigen.

Lufthansa hält seit Januar 2025 bereits 41 Prozent der Ita-Anteile. Weitere Schritte bis zur vollständigen Übernahme sind mit dem italienischen Staat vereinbart. Der Kaufpreis für die zweite Tranche beträgt fest vereinbarte 325 Millionen Euro. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und wird für das erste Quartal 2027 erwartet. Auch die restlichen zehn Prozent kann Lufthansa nach eigenen Angaben ab 2028 erwerben.

Als Ausgleich für Wettbewerbsnachteile der Konkurrenz mussten Lufthansa und Ita unter anderem Start- und Landerechte in Mailand und Rom abgeben.

Die Aktionäre des MDax-Konzerns haben sich erstmals seit 2019 wieder zu einer Hauptversammlung in Präsenz versammelt. Auf dem Programm in der Frankfurter Messe stehen unter anderem Neuwahlen für den Aufsichtsrat. Neben der geplanten Wiederwahl von Karl Gernandt stellen sich erstmals Bayer-Finanzchef Wolfgang Nickl und Ex-Eon-Chef Johannes Teyssen dem Votum der Aktionäre.

Teyssen soll im Anschluss an die Versammlung zum neuen Aufsichtsratschef in der Nachfolge von Karl-Ludwig Kley gewählt werden. Über diese Personalie entscheiden nicht die Anteilseigner, sondern der neue Aufsichtsrat in seiner konstituierenden Sitzung, die ebenfalls für Dienstag geplant ist.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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