Donald Trump: US-Handelskammer dämpft Erwartungen an Trumps China-Besuch

US-Präsident Trump will Mitte Mai seinen ersten China-Besuch seit 2017 antreten. Das Verhältnis beider Großmächte ist angespannt. Und auch US-Unternehmen in der Volksrepublik machen sich Sorgen.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump in seinem Anwesen Mar-a-Lago. (Foto) Suche
Donald Trump in seinem Anwesen Mar-a-Lago. Bild: picture alliance/dpa/AP | Rebecca Blackwell

Wenige Wochen vor dem anvisierten China-Besuch von US-Präsident Donald Trump blickt die US-Handelskammer in der Volksrepublik verhalten auf mögliche Ergebnisse. "Wir rechnen nicht mit irgendeiner großen Übereinkunft. Wir erwarten keine großen Durchbrüche", sagte der Vorsitzende der AmCham China, James Zimmerman, bei einer Online-Pressekonferenz. Beide Seiten seien sich aber der Gelegenheit zur Stabilisierung ihrer Beziehungen bewusst.

Während Trump seine Reise in die Volksrepublik für Mitte Mai in Aussicht gestellt hat, gibt es aus Peking, wo Staatsbesuche stets kurzfristig angekündigt werden, noch keine Bestätigung eines Treffens mit Präsident Xi Jinping. Das Verhältnis beider Seiten ist extrem angespannt: Der Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt wurde im vergangenen Jahr durch einen aggressiv geführten Zollstreit und Exportkontrollen für wichtige Güter wie seltene Erden aus China und US-Computerchips schwer belastet.

Wie die Kammer auf den Besuch blickt

AmCham-Präsident Michael Hart rechnet damit, dass einige US-Firmenbosse Trump begleiten werden. Jedoch gehe er nicht davon aus, dass viele Abkommen unterschrieben würden. "Wir hoffen, dass sich möglicherweise im Bereich Luftfahrt etwas tut und wir hoffen, dass einige Beschränkungen im Zusammenhang mit Lebensmittelexporten gelockert werden", sagte Hart. Auch seltene Erden dürfte ihm zufolge Thema sein.

Trump wollte China ursprünglich schon Ende März besuchen, verschob die Reise dann aber wegen des Iran-Kriegs. Die US-Handelskammer erwartet, dass das Treffen mit Staats- und Parteichef Xi die erste von bis zu vier Begegnungen beider Präsidenten in diesem Jahr sein könnte. In einem neuen Strategiepapier betont die Interessenvertretung von US-Firmen in China, viele ihrer knapp 1.000 Mitglieder seien besorgt wegen ihres Marktzugangs und uneinheitlicher Regulierungen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":

Noch mehr Nachrichten über Donald Trump lesen Sie hier.

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.