Bahn: Ministerium: Trassenpreis-Urteil schafft Rechtssicherheit

Der EuGH hat ein Urteil zur Schienenmaut gefällt – mit weitreichenden Auswirkungen für den Regionalverkehr auf der Schiene. Die Entscheidung soll in Reformpläne des Verkehrsministeriums einfließen.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten zum Thema Bahnverkehr lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten zum Thema Bahnverkehr lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / den-belitsky

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu den sogenannten Trassenpreisen beeinflusst auch die Reformpläne des Bundesverkehrsministeriums zu dem Thema. "Das Urteil wird in die Überlegungen einbezogen werden", teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Der derzeitige Zeitplan sehe vor, dass die Reform des Trassenpreissystems zur Fahrplanperiode im kommenden Jahr wirksam werde.

Bei den Trassenpreisen handelt es sich um eine Art Schienenmaut, die die Verkehrsunternehmen für die Nutzung der Infrastruktur an den Netzbetreiber Deutsche Bahn zahlen müssen. Für den Regionalverkehr waren die Kosten bisher allerdings gedeckelt – zulasten von Güter- und Fernverkehr.

Der EuGH hat nun entschieden, dass dieser Preisdeckel nicht mit europäischem Recht vereinbar ist. Mit dem Urteil drohen den Unternehmen in großem Umfang Mehrkosten.

Dem Bundesverkehrsministerium zufolge schafft die Entscheidung der Richterinnen und Richter in Luxemburg Rechtssicherheit. "Es ist derzeit noch unklar, ob die Entgelte im SPNV ohne die Trassenpreisbremse höher oder niedriger hätten ausfallen müssen", teilte das Ministerium mit. Dies müsse nun die Bundesnetzagentur ermitteln. Die Abkürzung SPNV steht für Schienenpersonennahverkehr.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.