Rohstoffe: IEA sieht beispiellose Ölversorgungsstörung durch Iran-Krieg
Wegen des Iran-Kriegs kommen kaum noch Schiffe durch die Straße von Hormus. Das hat schwerwiegende Folgen für die globale Versorgung mit Öl. So groß schätzt die IEA die Ausfälle ein.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Iran-Krieg sorgt nach Angaben der Internationalen Energieagentur IEA für eine beispiellose Störung der Ölversorgung. Der Krieg schaffe die "größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes", schreibt die IEA in einer Zusammenfassung ihres monatlichen Ölmarktberichts. Die Golfstaaten hätten die Ölproduktion um mindestens zehn Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren, maßgeblich, weil der Transport durch die wichtige Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen ist.
Die IEA vermutet, dass die Versorgungsausfälle ohne eine rasche Wiederaufnahme des Verkehrsflusses weiter zunehmen. Für den März rechnet die IEA mit einer um acht Millionen Barrel pro Tag niedrigeren Ölversorgung weltweit. Die Organisation geht von einer täglichen Rohöl-Nachfrage von gut 100 Millionen Barrel aus.
Straße von Hormus zentral - auch geringere Nachfrage erwartet
Die IEA nennt vor allem den einbrechenden Verkehr durch die Straße von Hormus als Grund für die Engpässe. Vor dem Krieg seien täglich etwa 20 Millionen Barrel Öl durch die Meeresenge transportiert worden. Nun sei es nur mehr ein Rinnsal. Die Möglichkeiten, die Wasserstraße zu umgehen, seien eingeschränkt. Speicher füllten sich, sodass die Golfstaaten die Produktion runterführen. Teils würden die Kürzungen durch eine höhere Produktion anderswo ausgeglichen, etwa in Kasachstan und Russland.
Allerdings rechnet die IEA auch damit, dass die Nachfrage nach Öl im März und April weltweit etwa eine Million Barrel pro Tag niedriger liegen wird als bisher angenommen. Als Gründe nennt die in Paris ansässige Organisation massenhafte Flugstreichungen in den Nahen und Mittleren Osten und Störungen bei der Versorgung mit Flüssiggas.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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