Hamburg: "Stromdrehkreuz" auf Bornholm: Deutschland und Dänemark kooperieren

Beim Nordsee-Gipfel geht es auch um die Ostsee - und zwar um das Projekt Bornholm Energy Island. Eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Dänemark wird als "Meilenstein" bezeichnet.

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Luftaufnahme mit dem Hamburger Rathaus. Aktuelle Nachrichten aus und über Hamburg hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / carol_anne

Deutschland und Dänemark arbeiten bei einem wichtigen Energieprojekt in der Ostsee zusammen. Wirtschafts- und Energieminister Katherina Reiche und ihr dänischer Amtskollege Lars Aagaard trafen auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg eine Vereinbarung zur "Bornholm Energy Island". Auf der dänischen Insel Bornholm soll ein Stromdrehkreuz entstehen, das Offshore-Windstrom aus der Ostsee nach Deutschland und Dänemark weiterleitet.

Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, das Projekt könne ein Beispiel für andere Länder sein. Man brauche mehr Kapazitäten für bezahlbare Preise. Reiche nannte das Projekt ein Flaggschiff europäischer Kooperation und ein strategisches Projekt für die gemeinsame Sicherheit.

Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, haben sich Deutschland und Dänemark darauf geeinigt, Kosten für die erforderliche Unterstützung für die Offshore-Windenergie zu teilen. Das Projekt sei das erste Beispiel für die gemeinsame Finanzierung einer Offshore-Windfarm durch zwei Länder. Bei dem Gipfel in Hamburg war eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Ausbau der Windkraft und beim Stromhandel ein Schwerpunkt.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Übertragungsnetzbetreiber Energinet und 50Hertz mit dem Ziel, 3 Gigawatt Offshore-Windenergie in das europäische Stromnetz einzuspeisen. Damit können laut Ministerium etwa 3 Millionen Haushalte mit Elektrizität versorgt werden.

"Entscheidender Baustein"

50-Hertz-Chef Stefan Kapferer, sagte, die Vereinbarung über die Windparks für das Energieprojekt Bornholm Energy Island sei der entscheidende Baustein zur Realisierung dieses deutsch-dänischen Infrastrukturvorhabens. "Die Vereinbarung zwischen Deutschland und Dänemark hat über das Ostsee-Projekt Bornholm Energy Island hinaus eine Signalwirkung für die Offshore-Industrie in ganz Europa."

Stromdrehkreuz

Das Stromdrehkreuz auf Bornholm dient laut 50 Hertz dazu, Strom aus den zukünftigen Offshore-Windparks vor der Küste der Ostseeinsel aufzunehmen, auf ein gewisses Spannungsniveau anzuheben und dann bedarfsgerecht über See- und Landkabel den Verbrauchern in Deutschland und Dänemark zur Verfügung zu stellen.

Im vergangenen September hatte Siemens Energy einen Großauftrag von mehr als einer Milliarde Euro gewonnen. Das Unternehmen soll vier Konverter für die Bornholm Energy Island liefern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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