Aus für S-Trust: Auf diesen Service müssen Sparkassen-Kunden bald verzichten
Ende März 2026 stehen für Kunden der Sparkasse Veränderungen an: Der digitale Tresor-Service S-Trust wird eingestampft. Wer jetzt nicht handelt, verliert sensible Zugangsdaten, Passwörter und Dokumente für immer.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Sparkassen-Kunden aufgepasst: Dieser Dienst wird bald abgeschaltet
- Digitaler Passwort- und Dokument-Tresor S-Trust nur bis Ende März 2026 verfügbar
- Tausende Sparkassen-Kunden betroffen: Diese Schritte sind jetzt erforderlich
Für Nutzerinnen und Nutzer des Sparkassen-Dienstes S-Trust läuft die Zeit ab. Der digitale Tresor für Passwörter und Dokumente wird zum 31. März 2026 endgültig abgeschaltet. Bereits am 30. Januar 2026 kündigt das Finanzinstitut sämtliche bestehenden Verträge, wie die "Bild" berichtet. Die Sparkasse hat ihre Kundschaft nicht unvorbereitet gelassen. Bereits im Dezember 2025 verschickte das Institut Informationen über die bevorstehende Abschaltung. Betroffene hatten damit mehrere Monate Vorlaufzeit, um sich auf das Ende des Dienstes einzustellen.
Sparkasse stampft S-Trust ein: Digitaler Tresor nur noch bis Ende März 2026 verfügbar
Tausende Kundinnen und Kunden sind von dieser Änderung im Angebot der Sparkasse betroffen. Sie haben nach der Vertragskündigung nur noch wenige Wochen Zeit, um auf ihre gespeicherten Daten zuzugreifen. Wer bis Ende März nicht handelt, verliert alles unwiderruflich – sensible Zugangsdaten und wichtige Unterlagen werden dann komplett gelöscht. Kostenpflichtige Abonnements enden automatisch, eine separate Kündigung ist nicht erforderlich.
Deshalb beendet die Sparkasse das digitale Angebot S-Trust
S-Trust ging 2020 an den Start und ersetzte ab 2023 den Vorgängerdienst "eSafe". Doch im hart umkämpften Markt für digitale Passwort- und Dokumentenverwaltung konnte sich das Sparkassen-Angebot nicht etablieren. Die S-Communication Services GmbH, die für den Betrieb verantwortlich zeichnet, begründet das Ende mit wirtschaftlichen Faktoren. Gegen etablierte internationale Anbieter fehlte offenbar die nötige Durchsetzungskraft.
Nutzer von S-Trust aufgepasst: So retten Nutzer ihre Daten rechtzeitig
Die Sparkasse empfiehlt dringend, alle gespeicherten Inhalte vor dem Stichtag zu exportieren. Für Passwörter steht der Download als CSV-Datei zur Verfügung. Dieses Format lässt sich problemlos in gängige Passwort-Manager importieren. Dokumente können Nutzer gesammelt als ZIP-Archiv herunterladen und so auf dem eigenen Gerät sichern.
Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Die exportierten CSV-Dateien sind nicht verschlüsselt. Sensible Zugangsdaten liegen damit im Klartext vor. Nach dem erfolgreichen Import in einen neuen Dienst sollten diese Dateien daher umgehend vom Computer gelöscht werden, um Missbrauch zu verhindern.
Diese Optionen stehen Sparkassen-Kunden nach dem Aus für S-Trust zur Verfügung
Als naheliegende Alternative bietet sich SecureSafe an – der Dienst, dessen Technologie auch S-Trust zugrunde lag. Der Datenumzug gestaltet sich dadurch besonders unkompliziert. Für ehemalige S-Trust-Kunden gibt es im ersten Jahr bis zu 40 Prozent Preisnachlass. Die Tarife beginnen bei 89 Cent monatlich im Jahresabo, ein Familienpaket mit 100 GB Speicher kostet 5,68 Euro. Allerdings fehlt bei SecureSafe der Zugang zum elektronischen Bankpostfach. Wer auf Alternativen wie Bitwarden oder KeePassXC setzen möchte, muss den Datentransfer eigenständig durchführen. Der CSV-Export ermöglicht jedoch grundsätzlich den Wechsel zu jedem gängigen Passwort-Manager.
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loc/news.de/stg
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