Donald Trump News: DIHK fordert klare gemeinsame EU-Antwort auf Trump

Die Industrie- und Handelskammer warnt vor spürbaren Folgen der von Trump angekündigten Zölle. Ihr Verband hält eine gemeinsame EU-Strategie jetzt für entscheidend.

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Donald Trump in seinem Anwesen Mar-a-Lago. (Foto) Suche
Donald Trump in seinem Anwesen Mar-a-Lago. Bild: picture alliance/dpa/AP | Rebecca Blackwell

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) fordert von der EU Geschlossenheit gegen die von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt angekündigten Zölle für Deutschland und andere Staaten. Scharfe Gegenmaßnahmen sieht er aber nur als letztes Mittel.

Die Europäische Union dürfe sich nicht auseinanderdividieren lassen, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Wirtschaftlichem Zwang gegen einzelne Mitgliedstaaten kann Brüssel nur mit einer klaren und gemeinsamen Haltung begegnen."

Eine Zustimmung des Europäischen Parlaments zur eigentlich vereinbarten Senkung der EU-Zölle auf US-Industriegüter sei damit unwahrscheinlich geworden. "Es ist angesichts der aktuellen Drohung kaum vorstellbar, die EU-Zollsätze für viele amerikanische Güter auf Null zu setzen", sagte Treier.

"Außerdem müssen nun auch alle Instrumente des EU-Handelsschutzes – inklusive des Anti-Coercion Instruments (ACI) – geprüft werden. Dessen Anwendung sollte jedoch Ultima Ratio bleiben." Dieses Instrument ermöglicht der EU Gegenmaßnahmen, wenn wirtschaftlicher Druck ausgeübt wird, um politische Entscheidungen zu erzwingen.

DIHK: Einbruch der Exporte in USA wäre nur Aufgalopp

Die angekündigten Zölle zeigten erneut, wie unberechenbar die US-Handelspolitik geworden sei. Sie würden laut Treier spürbare zusätzliche Einschnitte nach sich ziehen: "Der Einbruch der deutschen Exporte in die USA um fast zehn Prozent im Jahr 2025 wäre damit nur ein Aufgalopp."

Trump hatte Zölle gegen Deutschland sowie Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland angekündigt: auf alle Waren zunächst ab 1. Februar 10 Prozent und ab 1. Juni 25 Prozent - solange, bis eine Einigung über den "vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands" erzielt sei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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