So nicht trocknen: Weshalb Wäsche nicht auf der Heizung liegen sollte

Dauert das Trocknen am Wäscheständer einfach zu lange, so tendieren viele dazu, die Wäsche ganz einfach über der Heizung trocknen zu lassen. Warum das allerdings deutliche Nachteile mit sich bringt, zeigen wir hier.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Liegt Kleidung auf dem Heizkörper, kann das die Heizleistung einschränken. (Foto) Suche
Liegt Kleidung auf dem Heizkörper, kann das die Heizleistung einschränken. Bild: AdobeStock/krsmanovic
  • Viele trocknen ihre Kleidung auf der Heizung
  • Besonders im Winter auf den ersten Blick eine kluge Idee
  • Das kann allerdings Nachteile wie Schimmel mit sich bringen

Mehr Tipps rund um den Haushalt finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Sie kennen es vielleicht: Sie haben sich eigentlich schon für ein Outfit entschieden, doch eins der Kleidungsstücke will einfach nicht rechtzeitig trocken werden. In Fällen wie diesen legen viele Verbraucher die Wäsche ganz einfach auf die Heizung zum trocknen. Der Gedanke dahinter ist simpel: Durch die Wärme sollte alles viel schneller trocken werden. Das hat allerdings spürbare Nachteile.

Heizleistung wird durch Wäsche auf der Heizung eingeschränkt

Es spricht einiges dafür, die Wäsche auf der Heizung trocknen zu lassen. Zum einen, weil die Wäsche potenziell schneller trocknet, als auf dem Wäscheständer. Zum anderen besitzt nicht jeder einen Wäschetrockner - zumal die Geräte Energie und damit Geld kosten. Und wenn im Winter eh die Heizung läuft, dann ist es umso sinnvoller, nicht noch mehr Energie und Geld in das Trocknen der Wäsche zu stecken.

Dabei gibt es allerdings mehr als nur einen Haken an der Sache. Problem Nummer eins: In der Regel heißt es, dass man Heizungen nicht durch Möbel wie Schränke oder ähnliches zustellen soll. Das kann verhindern, dass die Wärme sich richtig im Raum verteilt. "Wird eine solche Heizfläche durch Kleidung abgedeckt, schränkt dies die Wärmeabgabe durch Konvektion ein", erklärt auch Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima auf Anfrage von "myhomebook.de".

Nasse Wäsche kann zu Schimmelbildung führen

Das zweite Problem: Während die Wäsche auf der Heizung liegt und die Feuchtigkeit schneller aus der Kleidung entweicht, sorgt das auch schneller für eine höhere Luftfeuchtigkeit. "Hierdurch erhöht sich der Lüftungsbedarf", so Ebisch. Folgen können Schimmelbildung, Atemwegsbeschwerden und anderen gesundheitliche Risiken sein. Um dem entgegenzuwirken, muss häufiger gelüftet werden - was wiederum die Heizkosten deutlich erhöhen kann.

Allgemein sollten Verbraucher darauf achten, wie Wäsche in der Wohnung getrocknet wird. Auch auf dem Wäscheständer kann sie die Luftfeuchtigkeit deutlich erhöhen. Auch Duschen, Kochen und andere Aktivitäten, bei denen Wasser verdampft, erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Wann tatsächlich gelüftet werden sollte, kann ein sogenanntes Hygrometer - ein Feuchtigkeitsmessgerät - verraten. Laut Verbraucherzentrale liegt die optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Allerdings sollte schon ab einer Luftfeuchtigkeit von 45 Prozent regelmäßig gelüftet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Kann man Wäsche im Winter draußen trocknen?

Unser Tipp: Tatsächlich können Sie Kleidung - insofern die Textilien nicht zu empfindlich sind - auch im Winter und bei Minusgraden draußen trocknen lassen. Durch die sogenannte Sublimation kommt es beim Wasser in der Kleidung zu einem direkten Übergang vom festen in einen gasförmigen Zustand. Die Wäsche ist dann trocken, wenn sie nicht mehr steif gefroren ist.

Mehr Haushaltstipps verraten wir Ihnen in diesen Beiträgen:

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