TV-News: "Where's Wanda?": Familie Klatts Wahnsinn geht weiter

Die Klatts sind zurück: In der zweiten Staffel von "Where's Wanda?" gerät die Familie erneut in ein aberwitziges Verbrecherchaos. Die Serie bleibt ihrem Mix aus schwarzem Humor und Spannung treu.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / StockPhotoPro

Im beschaulichen Sundersheim steigt das jährliche Kürbisfest. Alle sind in Feierlaune - außer Wanda (Lea Drinda). "Wenn jemand was Schlimmes gemacht hat, was richtig Schlimmes - dann muss ich doch was sagen, oder?", fragt die verzweifelte Teenagerin ihre Mutter Carlotta (Heike Makatsch). Die reagiert ratlos, misst den Worten ihrer Tochter aber keine große Bedeutung bei. Nach Wandas Verschwinden will sie nicht wieder das Schlimmste befürchten.

Doch als Wanda wenig später mit einer blutverschmierten Trophäe in der Hand über der toten Bürgermeisterin Katarina Vinson (Palina Rojinski) kniet, ist klar: Mit der Beschaulichkeit ist es in Sundersheim schon wieder vorbei.

Mit dunklen Geheimnissen, einer guten Portion Humor und reichlich Action geht die erste deutschsprachige Serie von Apple TV zwei Jahre nach Staffel eins in die nächste Runde. Jetzt (Streamingstart 21. Oktober) ist die Serie zum Streaming auf Apple TV verfügbar.

Bis 9. Dezember kommt jeden Mittwoch eine neue der insgesamt acht Folgen. Diesmal muss Familie Klatt allerdings nicht ihre verschwundene Tochter finden, sondern ihre Unschuld beweisen - und dafür einen Mörder aufspüren.

Keine Ruhe für Familie Klatt

Für die vierköpfige Familie beginnt zunächst alles ganz entspannt. Sie vergnügt sich auf dem Kürbisfest, Sohn Ole (Leo Simon) ist mit seinem Schwarm Alex (Frederic Balonier) zusammen, und Carlotta blickt verliebt zu ihrem Ehemann Dedo (Axel Stein). "Da sind wir wieder. Ein Jahr nach den schlimmsten Monaten unseres Lebens", sagt Carlotta aus dem Off zu Beginn.

Etwas Ruhe haben sich die vier nach den Strapazen des vergangenen Jahres auch verdient: In Staffel eins war Wanda spurlos verschwunden, nachdem sie Zeugin eines Mordes geworden war. Ihre Eltern machten sich auf eigene Faust auf die Suche, gerieten dabei selbst in Lebensgefahr und kamen einem kriminellen Netzwerk auf die Spur. Was sie bis heute nicht wissen: Hinter dem Netzwerk steckt ausgerechnet Bürgermeisterin Katarina Vinson.

Doch die unbeschwerte Stimmung hält nicht lange an: Erneut sitzen Carlotta und Dedo auf der Polizeiwache, noch immer erschüttert vom Anblick ihrer Tochter mit blutverschmierten Händen. "Warum passiert das? Wir haben sie doch gerade erst zurückbekommen!", ruft die verzweifelte Carlotta.

Mysteriöser Mann und Nageldesignerin aus Finnland

Für die Familie ist von Anfang an klar: Die liebevolle Teenagerin würde niemals einen Mord begehen. "Wir reden doch von Wanda. Das Mädchen, das mit sieben 'ne Mund-zu-Mund-Beatmung bei 'nem toten Eichhörnchen gemacht hat", erinnert der schrullige Onkel Rüdiger, unterhaltsam verkörpert von Devid Striesow ("Im Westen nichts Neues", "Die Fälscher").

Deshalb will die chaotische Familie alles tun, um die Unschuld ihrer Tochter zu beweisen. Dabei gelangen sie wieder in gefährliche Kreise und müssen so manches skurrile Rätsel lösen. Wer ist der mysteriöse Mann mit der Augenklappe? Was hat es mit den neuen Nachbarn auf sich? Und was haben eigentlich eine Nageldesignerin aus Finnland und ihr Sohn mit dem Ganzen zu tun?

Ein Thriller zum Schmunzeln

Auch in der zweiten Staffel fährt die von Ufa Fiction produzierte Reihe wieder ordentlich Schauspielprominenz auf: Neben bekannten Gesichtern wie Makatsch, Stein, Rojinski und Kostja Ullmann sind dieses Mal auch Alexandra Maria Lara und sogar der britische Schauspieler Sam Riley dabei.

Die erste Staffel stieß auch international auf positive Resonanz. Die "New York Times" lobte die gelungene Balance zwischen Komik und Verzweiflung, der "Guardian" bezeichnete die Serie als "spannend, ergreifend und witzig - wenn auch nicht gerade revolutionär".

Neben dem prominenten Ensemble sieht Co-Produzentin Nataly Kudiabor vor allem im Humor eine Stärke der Serie. "Ich glaube, unsere Geheimzutat ist schwarzer Humor. Neben einer wirklich fesselnden und emotional tiefgründigen Kriminalgeschichte war Humor schon immer ein wesentlicher Bestandteil der DNA der Serie", sagte Kudiabor dem "Variety"-Magazin zuletzt.

Auch wenn die Mischung aus ernsten Themen und Humor nicht bahnbrechend ist - bewährt etwa in Serien wie "Only Murders in the Building" oder in etwas anderer Form in "Fleabag" - funktioniert sie auch in Staffel zwei der Serie gut. So ist es zugleich rührend und komisch, wenn Mama Carlotta in ihrer Verzweiflung absichtlich einen riesigen und möglichst teuren Flachbildfernseher aus einem Elektroladen klaut, um bei ihrer Tochter im Gefängnis zu landen.

Ganz ohne Abnutzungserscheinungen kommt die zweite Staffel allerdings nicht aus: Wieder gerät Wanda in Schwierigkeiten, wieder setzt ihre Familie bei der Rettung auf zweifelhafte Methoden.

Alles für das Kind?

Bei allem Humor verliert die Serie den Ernst ihrer Geschichte nicht aus den Augen. Und dann sind da eben auch die tragischen Szenen, etwa als die junge Wanda bitterlich weint, als sie sich von ihren Eltern und ihrem Bruder losreißen muss und in eine Gefängniszelle gesteckt wird. Wie sehr die Ereignisse die Familie belasten, wird in solchen Momenten besonders deutlich.

Doch aufgeben ist für Carlotta und Dedo keine Option, selbst wenn sie immer neue Grenzen überschreiten. Und so bleibt am Ende dieselbe Frage wie schon in Staffel eins: Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten?

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "TV":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.