TV: ARD: Neue "Charité"-Staffel behandelt Cholera in Berlin 1831
Die neuen Episoden der populären ARD-Serie "Charité" spielen im Berlin der 1830er Jahre, als eine Epidemie die Stadt in Atem hält. Was die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Überraschung von der ARD: Die von der Berliner Universitätsmedizin unterstützte und medizinhistorisch beratene Fernsehserie "Charité" geht weiter - und das schon vor Weihnachten. Die inzwischen fünfte Staffel - geplanter Streamingstart am 18. Dezember, TV-Ausstrahlung wohl ab 22. Dezember - führt in das Jahr 1831, als in Berlin die Cholera wütete. Daran soll damals auch der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel gestorben sein.
Zur Besetzung der von der Ufa produzierten Serie gehören diesmal Marlene Burow, Philip Froissant, Idan Weiss, Jan Krauter, Anna Schudt, Dominic Raacke und Harald Krassnitzer. Gedreht wurde im Frühjahr in und um Prag. Regie führte Alexander Dierbach ("Tannbach - Schicksal eines Dorfes").
Die neue Staffel dreht sich laut ARD um den jungen Unterarzt Overath im frühen 19. Jahrhundert, der eigentlich eine Frau ist. Als Overaths früherer Verlobter als Arzt in der Charité anfängt, droht alles aufzufliegen. Als die Cholera in Berlin ausbricht, müssen alle über sich hinauswachsen und die Frage, wie die grausame Krankheit aufgehalten und geheilt werden kann, steht im Zentrum.
Im 19. Jahrhundert verbreitete die Cholera Angst und Schrecken
Die Cholera ist eine hochansteckende Durchfallerkrankung, die vom Bakterium Vibrio cholerae ausgelöst wird, das im Darm ein Gift bildet. Die Ansteckung erfolgt meist durch Trinkwasser, das mit Fäkalien oder Erbrochenem von Kranken verseucht ist, sowie durch verunreinigte Lebensmittel.
In schweren Fällen können der starke Flüssigkeits- und Salzverlust innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Wichtigste Gegenmaßnahme ist es, die Erkrankten schnell mit viel Flüssigkeit und Elektrolyten zu versorgen.
Im 19. Jahrhundert verbreitete sich die Cholera vom Ganges-Delta in Indien global. Mehrere Pandemien in Folge töteten weltweit Millionen Menschen. Die Cholera folgt auch heute noch oft bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Taifunen oder Überschwemmungen, wenn die Trinkwasserversorgung zusammenbricht. Konflikte und Kriege schüren die Ausbreitung ebenfalls.
Bislang vier "Charité"-Staffeln - die letzte spielte in der Zukunft
Die Serie "Charité" - eine Ufa-Produktion für MDR und die ARD Degeto Film - gehört seit fast zehn Jahren zu den großen Hits des öffentlich-rechtlichen Senderverbunds ARD mit anfangs im Schnitt rund fünf bis siebeneinhalb Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern.
Die erste Staffel (2017) spielte am Ende des 19. Jahrhunderts, rund um die Forschungsarbeit des Virologen Robert Koch. Staffel zwei (2019) war in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt. Die dritte Staffel (2021) drehte sich um die Zeit des Mauer-Baus in Berlin.
Staffel vier (2024) war eine mit wissenschaftlicher Beratung entwickelte Zukunfts-Fiktion, die in einem Berlin des Jahres 2049 spielt. Sie war ein für Deutschland gewagtes Science-Fiction-Experiment. TV-Reichweite und Streaming-Abrufe brachen im Vergleich zu früheren Staffeln ein. Nun kehrt man wieder zum Konzept der Historienserie zurück.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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