TV-News: So landete Axel Schulz bei "Promi Big Brother"

Axel Schulz kennt den Boxring, aber noch kein Reality-TV. Zu "Promi Big Brother" lockt ihn auch - das gibt er zu - das Geld. Wer sonst einzieht und was Sat.1 in diesem Jahr vorhat.

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Seinen wohl größten Kampf hat Axel Schulz - wenn auch durch ein höchst umstrittenes Urteil - einst gegen George Foreman verloren. Nun, mehr als 30 Jahre später, sieht er sich aber als Punktsieger. Zwar geht es diesmal nicht um einen WM-Titel, immerhin aber um sein Käppi. Schulz ist von Montag an (5. Oktober, 20.15 Uhr, Sat.1) bei "Promi Big Brother" zu sehen.

"Ich habe beim Sender durchgeboxt, dass ich auch in der Sendung meine Kappe tragen darf", sagt Schulz durchaus stolz der Deutschen Presse-Agentur. Eigentlich sei das wohl nicht so vorgesehen, wegen "Schatten im Gesicht oder was weiß ich", wie er erzählt. Da gebe es wirklich strenge Regeln. "Aber ich habe gesagt: Wenn ich ohne Kappe zu sehen bin, kannst du auch Fritzchen Müller von der Tankstelle holen", erklärt Schulz. "Mich erkennt ja keiner ohne Kappe."

Tatsächlich ist die Schulz'sche Schirmkappe mehr als eine Kopfbedeckung. Seit Jahrzehnten sitzt sie auf dem Kopf des Ex-Boxers, als wäre sie festgetackert. Im Reality-TV ist Schulz dagegen mit 57 Jahren ein absoluter Neuling. "Promi Big Brother" ist für ihn das erste Format dieser Art überhaupt - ein ganz neuer Kampfschauplatz.

"Für 14 Tage Arbeit so viel Geld"

Warum tut er sich das an? Schulz hat darauf eine ziemlich konkrete Antwort. Zum einen gehe es ihm natürlich darum, bei denen bekannter zu werden, die von George Foreman noch nie gehört haben. Bei den Jüngeren. "Ich habe zwar eine sehr gute Zielgruppe, aber die sind im Grunde alle über 40", analysiert Schulz.

Das andere sind - da redet er nicht lange drumherum - die Moneten. "Sat.1 hat mir da etwas angeboten, da musste ich nicht lange überlegen. Ich sag’ es mal so: In meinen Anfangsjahren als Boxer hätte ich verdammt lange für eine solche Summe boxen müssen", erklärt er. Man brauche sich da nicht selbst belügen: Jeder Mensch habe seinen Preis - und seiner sei ihm eben angeboten worden, so der Ex-Boxer. Schulz freut sich. "Für 14 Tage Arbeit so viel Geld: Das kann man besser nicht verdienen."

Einen Preis muss dafür allerdings auch er zahlen: Kamera-Überwachung rund um die Uhr. Das ist das Urprinzip von "Big Brother", auch in seiner Promi-Variante. Schulz macht das durchaus Kopfzerbrechen, auch da ist er sehr offen.

"Mich stört komplett, dass man da auch beim Duschen gefilmt wird", sagt er. "Nackt will ich da eigentlich nicht zu sehen sein." Eine Lösung hat er bereits: Womöglich werde er sich für diese Anlässe "noch eine weitere Hose oder so etwas" besorgen.

Willkommen im Reality-Garten

Weitere Ungemütlichkeiten drohen durch das neue Setting des Reality-Formats. Sat.1 will seine Kandidaten in diesem Jahr in einen "Promi Big Brother"-Garten stecken. Mit Erholung im Grünen dürfte das allerdings wenig zu tun haben. Ein bisschen physischer und psychischer Stress gehört schließlich zum Inventar des Reality-Fernsehens. Im vergangenen Jahr mussten Promis wie Boyband-Sänger Marc Terenzi, Ex-"Bachelor" Andrej Mangold und Schlagersänger Achim Petry auf einer Baustelle zwischen Schubkarren, Schotter und Mörtel hausen.

Neben Schulz werden zudem einige weitere illustre Gäste - so könnte man es nennen - im Fernsehgarten von Köln erwartet. Zum Cast gehören etwa No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa, das einstige "Kommissar Rex"-Herrchen Gedeon Burkhard, die "Sido-Ex und Podcasterin" (Sat.1) Gia Georgina sowie Ex-Bayern-Spieler Christian Lell.

Interessant dürfte auch der Auftritt des aufgekratzten "XXL-Gastronoms" Redo werden. Der bringt unter anderem ein Kilo Fischstäbchen ("Garantiert Timmy-frei") pro Teller und gigantische Currywürste unters Volk und ist mit seinen Videos zum Social-Media-Phänomen geworden.

30 Mann in einer Turnhalle

Sat.1 zeigt täglich um 20.15 Uhr eine Live-Show zu "Promi Big Brother" mit dem Moderatoren-Duo Marlene Lufen und Jochen Schropp, zudem im Anschluss "Promi Big Brother - Die Late Night Show". Hartgesottene können zudem in einen 24-Stunden-Livestream auf Joyn lugen, um zu sehen, wie sich die Kandidatinnen und Kandidaten im Garten schlagen.

Zumindest Schulz hat keine Sorge, dass ihm dort die Platzangst kommt. "Ich vergleiche das jetzt einfach mal mit der Zeit früher im Trainingslager, wo auch nicht immer alles optimal gelaufen ist. Zu DDR-Zeiten haben wir in Turnhallen mit 30 Leuten geschlafen", sagt er. "Das fühlt sich jetzt ein bisschen wie eine Rückversetzung in diese Zeit an."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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