Promi-News: Hamburger Ex-Ballettintendant Volpi: "Vorwürfe kamen aus dem Nichts"
Demis Volpi spricht erstmals über die Zeit nach seiner Demission beim Hamburg Ballett und wie ihn die öffentliche Kritik persönlich getroffen hat.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der geschasste Intendant des weltberühmten Hamburg Balletts, Demis Volpi, hat sich nach mehr als einem Jahr erstmals öffentlich zu den Umständen seiner Demission geäußert. Mittlerweile freue er sich, sich wieder auf seine Arbeit konzentrieren zu können, sagte der Deutsch-Argentinier der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem Interview. Es sei aber nicht einfach gewesen. "Anfangs fühlte ich mich wie gelähmt. Ich bin kein Politiker, so
was prallt nicht an mir ab."
Nicht einmal ein Jahr Intendant in Hamburg
Intendant John Neumeier hatte nach 51 Jahren an der Spitze die Leitung des Balletts an Volpi übergeben. Dieser war von August 2024 an nicht einmal ein Jahr Intendant in der Hansestadt. Dann wurde sein Vertrag vorzeitig aufgelöst. Zuvor stand er massiv in der Kritik. Unter anderem hatten ihm Tänzerinnen und Tänzer in einem Brief an Kultursenator Carsten Brosda (SPD) ein schlechtes Arbeitsklima und mangelnde Kompetenz vorgeworfen.
Volpi: Als Person mit zwei Gesichtern dargestellt
"Wenn man Woche um Woche Dinge über sich liest, die so anders sind als das, was man selbst erlebt hat, dann beginnt man an sich zu zweifeln", sagte Volpi über seine Hamburger Zeit. Er sei als eine Person mit zwei Gesichtern dargestellt worden: "nach außen hin freundlich, aber mit einer geradezu sadistischen Lust daran, andere zu demütigen."
Der Vorwurf einiger Tänzer, er habe sich bei Proben kaum blicken lassen, sei ihm heute noch ein Rätsel. "Es ist nicht der Job des Intendanten, bei jeder Probe dabei zu sein."
Die öffentlichen Vorwürfe des Solotänzers Alexandr Trusch, er sei inkompetent und schaffe eine toxische Arbeitsatmosphäre, seien für ihn aus dem Nichts gekommen.
"Vielleicht hätte ich besser hinhören müssen."
Er sei mit einem Grundvertrauen in andere in Hamburg an die Arbeit gegangen. "Das war naiv", sagte Volpi. Er räumte ein: "Vielleicht hätte ich hier und da besser hinhören müssen. Offensichtlich habe ich ja was verpasst."
Im kommenden Frühjahr will der 40-Jährige mit einem Stück an das Stuttgarter Ballett zurückkehren, wo er lange als Haus-Choreograph tätig war.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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