Fernsehen: ZDF zeigt "In die Sonne schauen" im Free-TV
Der Film von Mascha Schilinski räumte beim Deutschen Filmpreis ab und feierte auch international Erfolge. Jetzt läuft das kunstvolle Drama im ZDF. Für wen sich das Anschauen lohnt.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Es war der große Gewinner der Gala: Das Drama "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski hat beim Deutschen Filmpreis vor einigen Monaten zehn Auszeichnungen abgeräumt, darunter die Goldene Lola als bester Spielfilm. Ab jetzt kann man den Film drei Monate lang im ZDF streamen.
Der Sender zeigt ihn zudem als Free-TV-Premiere in der Nacht auf Montag (14. September, 0.10 Uhr) im linearen Fernsehen. Das Drama erzählt von vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben. Die Geschichte springt zwischen den Zeiten - ungefähr zwischen den 1910er Jahren, den 1940ern, den 1980ern und der heutigen Zeit. Unausgesprochen scheint die Mädchen etwas zu verbinden.
Für wen sich der Film lohnt - und für wen eher nicht
Der Film ist sehr kunstvoll und experimentell inszeniert. Er erzählt mit einer fast magischen, manchmal gespenstischen Atmosphäre von intergenerationalen Traumata, von Gewalt und Missbrauch, aber auch von intimen und zärtlichen Momenten. Statt auf eine linear erzählte Geschichte setzt Schilinski auf Bilder und Stimmung. Man muss sich als Zuschauerin und Zuschauer also darauf einlassen, keinen geradlinigen Plot serviert zu bekommen.
Der britische "Guardian" verglich ihn mit einem mysteriösen Gedicht über Schuld, Scham und Sehnsucht. Er dürfte etwas für alle sein, die Fans visuellen Erzählens sind und eine Vorliebe für ein langsames Tempo und düstere Bilder haben. Allerdings: Wer eher kein Fan davon ist, dem könnten die rund zweieinhalb Stunden Laufzeit lang vorkommen. "In die Sonne schauen" ist ein Film, der nicht leicht zu schauen ist - aber gerade deshalb sehenswert.
Internationale Erfolge
Das Drama feierte neben dem Deutschen Filmpreis einen beachtlichen internationalen Erfolg. Bei den Filmfestspielen in Cannes lief er vergangenes Jahr im Wettbewerb und wurde dort mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Zudem war er dieses Jahr Deutschlands Beitrag für die Oscars, schaffte es aber in Hollywood nicht in die Endrunde. Ins Kino lockte der Film knapp 337.000 Menschen, wie aus Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) für das Kinojahr 2025 hervorgeht.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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