Fernsehen: Staatsanwaltschaft prüft Verfahren gegen Jean Pierre Kraemer

Die Staatsanwaltschaft prüft einen Strafantrag gegen den Dortmunder TV-Star Jean Pierre Kraemer. Es geht um häusliche Gewalt.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / ronstik

Die Staatsanwaltschaft Dortmund prüft, die Ermittlungen gegen den TV- und YouTube-Star Jean Pierre Kraemer (45) wieder aufzunehmen. Die Polizei hatte von einem Einsatz am Wohnhaus von Kraemer ("Die PS-Profis") und seiner Ehefrau Ende Juli berichtet, in dessen Folge zwei Strafanzeigen gegen ihn und sie gestellt worden seien. Kraemer räumte die Vorwürfe gegen ihn teilweise in einem Youtube-Video ein.

Die Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung "vor dem Hintergrund einer häuslichen Auseinandersetzung" seien bereits eingestellt worden, weil beide Beteiligten vor Ort auf Strafanträge verzichtet hätten und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bestanden habe, teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund auf dpa-Anfrage mit.

Mittlerweile habe sich für die Ehefrau aber ein Rechtsanwalt gemeldet, Strafantrag gestellt und die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dieser Antrag werde nun geprüft. Dabei würden auch die jüngsten Presseberichte einbezogen. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung und die "Ruhr-Nachrichten" über die Vorwürfe berichtet.

Youtube-Stellungnahme

Kraemer hatte die Vorwürfe am Freitag in einem Youtube-Video teilweise eingeräumt. Er sprach darin von mindestens einem Schlag "mit der flachen Hand" und davon, seiner Frau "eine Kette vom Hals gerissen" zu haben. "Man schlägt keine Frauen, das ist nicht gutzumachen.", sagte er. "Ich habe es einfach nicht geschafft, mich unter Kontrolle zu halten."

In der Ehe habe es immer wieder Streitigkeiten gegeben, hauptsächlich um Geld, sagt Kraemer weiter. Er und seine Frau hätten sich inzwischen getrennt. Sie ließen sich nun scheiden.

Am Freitag waren Kraemers Privatmuseum und ein gastronomischer Betrieb in Dortmund nach Drohungen vorübergehend geschlossen worden. Am Montag kündigte die Getränkemarke "Gönrgy", an der Influencer Montana Black beteiligt ist, die Zusammenarbeit mit Tuning-Star Kraemer auf: "Aus gegebenem Anlass beenden wir die Zusammenarbeit mit Jean Pierre Kraemer", teilte "Gönrgy" auf Instagram mit: "Wir distanzieren uns deutlich von Gewalt gegen Frauen und generell von Gewalt in egal welcher Form."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "TV":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.