TV: Sonderausgabe von "Aspekte" widmet sich Song von Danger Dan

Das ZDF schiebt die Kultursendung am Samstag ins Programm, auch die Macher der "Anstalt" werden zu Wort kommen. Und der Sender erklärt, an welchen Teilen des Liedes des Rappers er sich stört.

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Eine Sonderausgabe des ZDF-Kulturmagazins "Aspekte" wird sich mit dem Song "Keine Angst" des Rappers Danger Dan beschäftigen. Text und Aussage des Liedes erforderten eine gründliche journalistische Einordnung, teilte das ZDF mit. Diese wolle man nun in der Sendung an diesem Samstag (18. Juli) leisten.

Ursprünglich sollte Danger Dan den Song mit Starpianist Igor Levit in der 100. Ausgabe der Satiresendung "Die Anstalt" präsentieren, die am Dienstag (21. Juli) gezeigt wird. Doch die beiden Künstler wurden kurz vor der Aufzeichnung ausgeladen. Der Sender begründete das damit, dass der Liedtext als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne. Das stünde im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF.

Gesprächsangebot des ZDF an Danger Dan

Die Sonderausgabe von "Aspekte" werde sich mit dem Lied und dessen Thema "Widerstand gegen Rechtsextremismus" befassen. Das Team der "Anstalt" werde sich dabei kritisch mit der Ausladung auseinandersetzen. Den Unmut Danger Dans über die Kurzfristigkeit der Absage könne man nachvollziehen, teilte das ZDF mit. Ein Gesprächsangebot an ihn zur Erläuterung der Entscheidung sei bisher unbeantwortet geblieben.

Das ZDF habe sich die Entscheidung der Absage nicht leicht gemacht, teilte der Sender weiter mit. "Aber nach intensiver redaktioneller Bewertung, in die auch das Justitiariat des ZDF eingebunden war, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Text des Liedes als Anleitung zum politischen Extremismus verstanden werden kann, der Selbstjustiz propagiert und rechtswidrige Taten und Gewalt nicht ausschließt." Vier Vornamen, die am Ende des Songs mit "lieben Grüßen" bedacht werden, seien identisch mit Vornamen einschlägig bekannter, zum Teil schon rechtskräftig verurteilter Linksextremisten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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