TV-News: Esther Schweins: Sexismus? - "Das war die Norm"
In dem Film "Was haben wir gelacht" weint Esther Schweins über den Umgang mit Frauen im Fernsehen der 1990er und 2000er Jahre. Jahrelang hat sie mitgelacht. Eine "Überlebensstrategie".
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Schauspielerin Esther Schweins (56) sorgt sich in einer Zeit des gesellschaftlichen Rechtsrucks um die Frauenrechte. "In einer Zeit, in der es von Machtinteresse ist, dass Frauen ihre Stimme verlieren, muss man ganz deutlich sagen: Die Rechte, über die wir verfügen, sind filigran", sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. "Und wer bestimmt, worüber gelacht wird, hat eben auch Macht. Wer bestimmt, was sichtbar ist oder wer unsichtbar gemacht wird, hat Macht. Und wer unsichtbar ist, ist ohnmächtig."
"Das Mitlachen war eine Überlebensstrategie"
Schweins ist in dem Dokumentarfilms "Was haben wir gelacht" von Eva Müller und Isabelle Schneider zu sehen, der gerade in die Kinos gekommen ist und sich kritisch mit dem Frauenbild im deutschen Fernsehen in den 1990er und frühen 2000er Jahren auseinandersetzt. "Das Mitlachen war eine Überlebensstrategie", sagt Schweins im dpa-Interview. "Im deutschen Fernsehen hatten Frauen durchzulächeln."
In der Dokumentation ist sie zu sehen, wie sie in Tränen ausbricht, und Harald Schmidt mit einem deutlichen Schimpfwort belegt, nachdem sie eine Szene gesehen hat, in der er Moderatorin Bettina Böttinger mit einer Klobrille verglichen hatte.
Sexismus? - "Das war die Norm"
"Es gab viele Begrifflichkeiten nicht. Ich könnte mich nicht erinnern, dass jemand damals über Sexismus sprach. Das war die Norm. Und natürlich fand ich das nicht richtig. Und war daher so dankbar für diesen Möglichkeitsraum "Samstag Nacht" Dort konnte ich Ausnahme sein von dieser Norm: Komische Frau ist auch schön - oder schöne Frau ist auch komisch."
Schweins hatte ihren Durchbruch mit "RTL Samstag Nacht". Das sei "ein Schutzraum" für sie gewesen: "Kreativ, menschlich und für mich als junge Frau der erste Ort, an dem ich aufatmen konnte, an dem ich frei denken, freie Rede führen und mir Luft verschaffen konnte."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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