Fernsehen: MDR nennt Details zu Tarifabschluss mit Gewerkschaften

Freie beim MDR, die von Programmeinschnitten betroffen sind, können unter bestimmten Bedingungen Ausgleichszahlungen erhalten. Was der neue Tarifabschluss noch vorsieht.

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Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat Details zu seinem neuen Tarifabschluss mit den Gewerkschaften veröffentlicht. Die Vereinbarung soll nach Angaben des Senders den Spagat zwischen dem laufenden Sparkurs und der sozialen Absicherung betroffener Beschäftigter schaffen.

Ein zentraler Bestandteil betrifft freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von angekündigten Programmeinschnitten besonders betroffen sind. Sie können demnach unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausgleichssonderzahlung erhalten, wenn ihre Honorare im Betrachtungszeitraum von April 2026 bis März 2027 niedriger ausfallen als im Jahr 2025.

Der Sender verweist auf eine angespannte Finanzlage

Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach Angaben des MDR nach den individuellen Honorareinbußen und der Dauer der Tätigkeit für den Sender. Die Regelung gilt demnach für einen begrenzten Zeitraum und einen begrenzten Kreis von arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zudem sieht der Tarifabschluss vor, dass der MDR vorerst keine betriebsbedingten Beendigungsmitteilungen gegenüber festen und arbeitnehmerähnlichen freien Beschäftigten ausspricht.

Der MDR verweist auf seine angespannte Finanzlage. Nach Angaben des Senders fehlen wegen der bislang nicht umgesetzten Erhöhung des Rundfunkbeitrags Einnahmen in Millionenhöhe. Zudem läuft ein Sparprogramm, mit dem der Haushalt von 2025 bis 2028 um 160 Millionen Euro entlastet werden soll. Zu den Folgen gehören programmliche Einschnitte, darunter die bereits angekündigte dreijährige Pause bei neuen Folgen von "Tatort" und "Polizeiruf 110".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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