Fernsehen: DW-Beschäftigte kritisieren Kürzungen im Programm
Mitarbeiter der Deutschen Welle haben sich in einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Darin äußern sie Kritik an geplanten Einsparungen und sprechen von einem "Trümmerhaufen".
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Mitarbeitende des deutschen Programms der Deutschen Welle (DW) haben in einem offenen Brief die geplanten Einsparungen kritisiert. Nachdem die Geschäftsleitung das deutschsprachige Programm von Deutschlands Auslandssender im Laufe eines Jahrzehnts schon auf einen Bruchteil zusammengestrichen habe, halbiere sie jetzt das Budget für den verbliebenen Rest, heißt es in dem Schreiben. "Übrig bleibt: ein Trümmerhaufen." Die Beschäftigten fordern Politik und Gesellschaft auf, die Entwicklung kritisch zu hinterfragen.
Die DW muss nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 21 Millionen Euro einsparen. Grund sind ein um 10 Millionen Euro gekürzter Bundeszuschuss sowie zusätzliche Mehrkosten durch Tarifsteigerungen von rund 11 Millionen Euro. Rundfunkrat, Verwaltungsrat und Geschäftsleitung beschlossen dafür ein Maßnahmenpaket, rechnerisch sind etwa 160 Vollzeitstellen betroffen.
Neben der Einstellung des griechischsprachigen Angebots werden laut DW auch in anderen Sprachen Budgets reduziert. Es soll etwa das deutschsprachige journalistische Angebot mit Deutschlernkursen zusammengelegt und das Budget dafür nahezu halbiert werden.
Die Deutsche Welle ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Berlin. Ihr Auftrag ist es, ein realistisches Bild Deutschlands zu vermitteln und den internationalen Dialog zu fördern. Das Programm richtet sich an ein weltweites Publikum.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "TV":
- TV-Programm heute Abend: Das sind die Primetime-Highlights im Fernsehen
- TV: "Reality muss schillern" - "Die Realitystar Academy"
- TV-News: Soap-Urgestein Leirich verlässt "Alles was zählt"
- Fernsehen: Schlaf, Sport, Essen - Furtwängler setzt auf Selbstfürsorge
- Fernsehen: "Young Sherlock" wird in zweiter Staffel fortgesetzt
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.