TV-News: Arte ist der Weltformel auf der Spur
Regisseur Timm Kröger lief mit seinem Spielfilm "Die Theorie von allem" 2023 im Wettbewerb von Venedig. Der Thriller, der Kinogeschichte und Multiversen zelebriert, ist jetzt bei Arte zu sehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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"Die Theorie von allem" ist eine Hommage an die Filmhistorie und spielt mit der immer mal wieder angesagten Idee von Multiversen, also verschiedenen parallel existierenden Welten. Ein Film, der fürs Kino gemacht ist - und jetzt seine Fernsehpremiere bei Arte feiert (in der Mediathek bis 22. Mai, linear im TV am 13. April; Free-TV-Premiere).
Das Werk mit Jan Bülow in der Hauptrolle ist ein in Schwarz-Weiß-Thriller, der 1961 in einem mondänen Hotel in den Schweizer Alpen spielt. Die Handlung dreht sich um Physik und Paranoia, aber auch um die deutsche Nazi-Geschichte.
Gedreht wurde nicht in der Schweiz, sondern in Sachsen-Anhalt sowie in Österreich, etwa im Südbahnhotel, einem früheren Grand Hotel am Semmering-Pass in Niederösterreich.
Ganz im Stil des Film Noirs inszeniert der 1985 in Itzehoe geborene Regisseur Timm Kröger starke Kontraste zwischen Licht und Schatten. Dramatische Orchester-Filmmusik sorgt für Spannung. Kröger landete 2023 mit seinem erst zweiten Film im renommierten Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig. Das sorgte für Aufsehen.
"Von "Edgar Wallace" bis "Drei Männer im Schnee""
Neben Alfred Hitchcock stecke auch "viel deutsches Nachkriegskino drin", sagt Kröger (40) über seinen Film im aktuellen "Arte Magazin" (April 2026). "Filme, die ich als Kind gesehen habe und die alle in den Bergen spielen oder in denen es Doppelgänger gibt - von "Edgar Wallace" bis "Drei Männer im Schnee". Die Schweiz kannte ich zuvor eher aus "James Bond" und als mysteriösen Ort mit Teilchenbeschleuniger. Natürlich gibt es auch noch den "Zauberberg", der einer meiner Lieblingsromane ist. An diese Atmosphäre wollte ich anknüpfen."
Im Film reist der Doktorand Johannes Leinert (Bülow) mit seinem Doktorvater (Hanns Zischler) zu einem Physiker-Kongress in ein Belle-Époque-Berghotel.
Irgendwas stimmt in diesem Ambiente nicht
Doch einmal angekommen, geschehen mysteriöse Dinge. Der Hauptredner kommt nicht an - und während die Gesellschaft wartet, überbrücken sie die Zeit mit Dinnerpartys und Ski-Ausflügen. Eine geheimnisvolle Pianistin (Olivia Ross) zieht Johannes in ihren Bann. Doch etwas stimmt nicht: Sie weiß Dinge über ihn, die er ihr nie erzählt hat. Dann stirbt ein deutscher Physiker unter rätselhaften Umständen - und taucht plötzlich wieder auf.
Dass auch die Geschichte des Nationalsozialismus im Film präsent sei, sei unumgänglich gewesen, schließlich müssten die Figuren der älteren Physiker mit dem Regime in Kontakt gekommen sein, sagte Kröger. "Bei der Recherche sind wir auf alle möglichen Fälle gestoßen. Den von Werner Heisenberg, der stets bestritten hat, an einem Atomprojekt gearbeitet zu haben. Oder den von Philipp Lenard, der eine Art deutsche Physik entwickeln wollte, gegen Einsteins Relativitätstheorie. Mit diesen dunklen Seiten muss man umgehen."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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