Fernsehen: Neuer Fall für TV-Kommissar Dupin: Wer ist Simone?

Wunderschöne Landschaftsbilder, verstockte Menschen und ein schrecklicher Mord: TV-Kommissar Dupin hat in seinem neuen Fall rasch einen Verdacht. Doch nichts ist so, wie es zunächst scheint.

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In einer Höhle am tosenden Meer wird ein Toter gefunden. Während die stoischen Inselbewohner sofort auf einen unvorsichtigen und gestürzten Touristen tippen, kommen TV-Kommissar Georges Dupin und sein Team auf eine andere Spur: Der Mann wurde erschlagen und drei junge Frauen aus einer Wohngemeinschaft haben damit zu tun.

Nach zwei Jahren Pause zeigt die ARD einen weiteren Fall des französischen Commissaire Georges Dupin (gespielt von Pasquale Aleardi). Die Geschichten basieren auf einer Romanreihe von Jean-Luc Bannalec. Bannalec ist das Pseudonym des deutschen Bestsellerautors Jörg Bong.

Dieser 13. TV-Fall ist eine hochaktuelle fiktive Geschichte zu Frauengewalt und der Machtlosigkeit der Ermittler, wenn Beweise fehlen. Zu sehen ist "Kommissar Dupin - Bretonische Sehnsucht" am 2. April um 20.15 Uhr im Ersten. Zum Streamen ist es ab Montag (30. März) in der ARD-Mediathek verfügbar.

Suchte der Tote ein wertvolles Instrument?

Es stellt sich rasch nach dem Fund der Leiche heraus, dass der Tote Kontakt zu den sogenannten Drei Schwestern gesucht hatte – das ist eine Band und eine Wohngemeinschaft aus Freundinnen. Der Antiquitätenhändler gab bei Erkundigungen über die Frauen fälschlicherweise an, Musikproduzent zu sein. In seiner Reisetasche finden die Ermittler einen Screenshot aus einem Musikvideo der Gruppe und dieses zeigt ein ungewöhnliches Tattoo – das der Tote selbst auch auf der Brust trug.

Rayanne (Luise Aschenbrenner) trägt das besagte Tattoo vom Foto - sie ist eine der drei Frauen, die sich abseits der Inselgemeinschaft halten und denen die übrigen Bewohner mit Misstrauen begegnen. Rayanne wirkt traumatisiert und sie versteckt sich zunächst vor den Ermittlern. Sie verletzt sich selbst: "Ich hab' das verdient, ich bin an allem Schuld." Ihre Freundinnen reden ihr gut zu: "Dir wird nichts passieren, uns wird nichts passieren. Wir müssen einfach bei dem bleiben, was wir ausgemacht haben."

Bei der Befragung einer der Musikerinnen kommt Dupin ein erster Verdacht, was im Argen sein könnte: Auf dem Screenshot ist auch eine Flöte - eine bretonische Bombarde - zu sehen. "Sagen Sie, so eine alte Flöte, wenn das ein Original aus der Keltenzeit wäre, was wäre die wert?", fragt der französische Commissaire. Die Frau antwortet: "Die würde in einem Museum liegen, die wäre unbezahlbar."

"Auf dieser Insel gibt es Monster"

Doch über Nacht ändert sich Dupins Ansicht: Während sein Ermittlungskollege zurück aufs Festland fährt, bleibt der Commissaire mit der angereisten Ehefrau des Toten auf der Insel. Nachts ertappt der Ermittler aus dem Fenster blickend die Ehefrau im Gespräch mit einer alten Frau von der Insel, die diese warnt: "Sie müssen sofort gehen, es ist hier nicht sicher. Auf dieser Insel gibt es Monster."

Auf Nachfrage erzählt ihm die Alte, die als Insel-Hexe gilt, dass in dieser Geschichte Ouessant auch als "Insel der Frauen" bekannt sei. Da die Männer zum Fischen fuhren oder zur Marine gingen, teils dabei fielen, haben die zurückgelassenen Frauen alles bewirtschaftet. "Wir haben gelernt, die Insel und ihre Geister zu verstehen und zu schützen." Dupin hakt nach: "Zu schützen, wovor? Vor den Monstern? Verstehe."

Dupin treibt danach in eine schlaflose Nacht, sucht Zusammenhänge und Ermittlungsansätze. Am Morgen danach aber taucht quasi von selbst eine Spur auf: Der Ermittler erwacht in seinem Pensionszimmer - das übrigens der noch nicht geputzte Raum des Mordopfers ist. Er entdeckt im Gegenlicht der Sonne auf den von der Luftfeuchtigkeit im Zimmer angelaufenen Fensterscheiben, dass auf diesen jemand einen Namen immer und immer wieder geschrieben hat: Simone.

"Haben Sie nichts bemerkt?"

Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Die Forensik findet auf dem Handyspeicher des Toten unzählige grausame Fotos in einem Ordner mit Titel "Simone". Parallel trifft Rayanne auf die Ehefrau des Mordopfers und sagt ihr: "Ich verstehe das nicht, Sie sind seine Frau? Haben Sie nichts bemerkt? ... Er hat es verdient, zu sterben."

Die Ehefrau informiert den Kommissar Dupin über das Gesagte – und der erfährt danach in einem Telefonat mit den Kollegen Thierry Kadeg (Jan Georg Schütte) und Léonie Nevou (Gisa Flake), was auf den Fotos ist. Und dass Rayanne nicht ist, wer sie vorgibt zu sein. Doch kann sie eine Mörderin sein?

"Dupin ist ein sehr aufmerksamer Mensch mit einer fast schon übersinnlichen Wahrnehmung. Er spürt sofort, wenn unter der Oberfläche etwas Größeres liegt, etwas Verborgenes", erklärt der Dupin-Darsteller laut Produktion die Intention des Ermittlers. "Er arbeitet dann nahezu fieberhaft daran, die Wahrheit zu finden. Er ist schlaflos, lässt nicht locker, bis er eine Antwort hat. Das treibt ihn an."

An der Stelle auszuschalten, ist also keine gute Idee - denn selbst Dupin muss erkennen, dass alles anders ist, als er zunächst erkennen konnte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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