01.04.2021, 07.40 Uhr

"Land im Gezeitenstrom" vom Donnerstag: Wiederholung der Dokumentation im TV und online

Am Donnerstag (1.4.2021) lief "Land im Gezeitenstrom" im Fernsehen. Wann und wo Sie die Dokumentation mit "Vom Ijsselmeer nach Zeeland" als Wiederholung sehen können, ob nur im Fernsehen oder auch digital in der Mediathek, erfahren Sie hier bei news.de.

Land im Gezeitenstrom bei 3sat Bild: 3sat, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften

Am Donnerstag (1.4.2021) gab es um 4:15 Uhr "Land im Gezeitenstrom" im Fernsehen zu sehen. Sie haben die Dokumentation im TV leider nicht sehen können und wollen die Episode 2 ("Vom Ijsselmeer nach Zeeland") aber noch sehen? Hier könnte die 3sat-Mediathek hilfreich sein. Diese bietet online zahlreiche TV-Beiträge als Video on Demand zum streamen - auch und vor allem nach der jeweiligen Ausstrahlung im Fernsehen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung online vor. Doch leider gilt dies nicht für alle Sendungen. Eine Wiederholung im linearen TV wird es bei 3sat vorerst leider nicht geben.

"Land im Gezeitenstrom" im TV: Darum geht es in "Vom Ijsselmeer nach Zeeland"

Das Ijsselmeer ist heute ein Binnensee und Zeeland heißt auf Deutsch "Meerland". Nirgendwo sonst ist der Kampf gegen die Gewalten des Meeres so augenfällig wie hier. Der zweite Teil der Reise an Bord eines historischen Plattbodenschiffs entlang der niederländischen Küste führt von der Nordseeinsel Texel über das Ijsselmeer, durch Amsterdam und Rotterdam bis zum großen Flussdelta von Rhein, Maas und Schelde im Südwesten. Auf Texel, wo die großen Frachtsegler früher Vorräte und Wasser für die lange Reise bunkerten, streifen heute strandräubernde "Jütter" über den Sand. Die alten Segelschiffe der Ostindien-Kompanie, die den Niederlanden im 17. Jahrhundert Ruhm und Reichtum einfuhren, werden heute originalgetreu vom Segel bis zur Holzplanke rekonstruiert. Sie liefen Hafenstädte wie Enkhuizen oder Medemblik an, jetzt malerische Touristenorte am Westufer des Ijsselmeeres, oder Hoorn, die Stadt, aus der die waghalsigen Kap Hoorniers aufbrachen. In Monnickendam bedient der "Klokkenist" das älteste bespielbare Glockenspiel der Welt. Die Käseträger laufen flink über den riesigen Käsemarkt in Alkmaar. Das hügelige nordholländische Dünenreservat am Nordseestrand entpuppt sich als riesiger Trinkwasserfilter für Tausende Menschen in dieser Gegend. Amsterdam ist von Wasser durchzogen wie keine andere Großstadt. Dort wurde der Amsterdamer Pegel "erfunden", ein Höhenbezugspunkt, auf den sich Wasserstandsangaben in ganz Europa beziehen. Seit 140 Jahren bauen hier Drehorgelbauer ihre Instrumente, natürlich in Handarbeit. Im südlichen Zipfel des Ijsselmeeres vor Amsterdam liegt die trutzige Festungsinsel Pampus. Hier kann man die Seele baumeln lassen. Die südholländische Gezeitenküste leuchtet farbenfroh, denn hier blühen die meisten Tulpen. Die Blumenproduktion, ob Zwiebelanbau oder Artenvielfalt, ist rekordverdächtig und bedeutsam für die Wirtschaft. In den Windmühlen wird seit vielen Hundert Jahren Getreide für Brot oder den berühmten Jenever oder Farbenpulver gemahlen so wie damals, als Rembrandt seine Farben noch vom Müller kaufte. Der berühmte Maler hat in Leiden gelebt, nicht weit von Delft entfernt, wo Vermeer sein Atelier hatte und wo noch heute das Delfter Blau präsent ist. Damit in diesem Landstrich gesiedelt werden konnte, musste er entwässert werden. In Kinderdijk drehen sich noch heute die Flügel von 19 Poldermühlen im Wind, so wie vor 300 Jahren. Sie sind bewohnbar und pumpen das Wasser aus dem flachen, nassen Land und zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Nationalpark "De Biesbosch" steigt und fällt der Wasserpegel 80 Kilometer landeinwärts mit der Tide. Er ist das größte Süßwassergezeitengebiet der Welt. Nebenan ziehen sich wandernde Sanddünen mitten durchs Land. Gigantische Küstenschutz- und Sperrwerke, Kanäle und Schleusen: Das sind die Wahrzeichen Zeelands, der südwestlichen Provinz der Niederlande. Als "Achtes Weltwunder" bezeichnet der Volksmund die Sturmflutwehre der Deltawerke. Sie wurden nach der zerstörerischen Flut von 1953 errichtet. Fast 50 Jahre lang haben die Niederländer an diesem einzigartigen Schutzsystem gebaut und so die stürmische Nordsee quasi ausgesperrt. Hinter den Wehren ist Zeeland aus vielen Inseln zusammengewachsen. Walcheren ist eine von ihnen. Dort findet man Einheimische in eigenwilligen Trachten, reitende Ringstecher, die einst großen Orte Middelburg und Vlissingen sowie alte Segelschiffe. Doch nicht alle Inseln und Orte haben Stürme und Fluten überlebt: Oud-Rilland versank im Gezeitenschlick und taucht gerade im Wandel der Zeit in der Westerschelde auf, angehoben von Ebbe und Flut, gleich neben dem Fahrwasser der größten Containerfrachter. In der Oosterschelde ist Erntezeit. Herz- und Miesmuscheln holt man aus dem Wasser - und eine veredelte Auster. Hier geht die filmische Reise entlang der niederländischen Küste zu Ende, eine Reise mit den Gezeiten, zwischen Ebbe und Flut. (Quelle: 3sat, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

"Land im Gezeitenstrom" im TV: Alle Infos auf einen Blick

Folge: 2 ("Vom Ijsselmeer nach Zeeland")

Thema: Vom Ijsselmeer nach Zeeland

Bei: 3sat

Produktionsjahr: 2014

Länge: 90 Minuten

In HD: Ja

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roj/news.de

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