Safer Internet Day: So schützen Sie Ihre Daten und Privatsphäre im Netz richtig
Unter dem Motto "Keine Likes für Lügen!" geht der Safer Internet Day in die nächste Runde. Wir haben hilfreiche Tipps und Tricks für Sie parat, mit denen Sie sich vor Kriminellen im Internet schützen können.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Safer Internet Day macht wieder auf Cybersecurity aufmerksam
- Für Betrüger im Internet läuft das Geschäft auf Hochkonjunktur
- Lernen Sie, wie Sie sich vor Angriffen schützen können
Mehr Informationen rund um Sicherheit im digitalen Raum finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Unter dem Motto "Gemeinsam für ein besseres Internet" wird auch dieses Jahr mit dem Safer Internet Day auf Sicherheitsmaßnahmen für digitale Räume aufmerksam gemacht. Seit geraumer Zeit beschäftigt viele die Frage: "Wie schütze ich mich richtig vor Betrugsversuchen im Netz?" Wir haben für Sie die wichtigsten Infos rund um Betrugsmaschen im Internet hier gesammelt. Lernen Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Daten schützen können und lassen Sie Kriminellen keine Chance.
Das wichtigste zuerst: So schützen Sie Ihre E-Mail
In Zeiten von steigenden Betrugsfällen und fiesen, für Laien undurchsichtigen Maschen wird es zunehmend wichtiger, dass Sie Ihre Daten richtig schützen - angefangen mit Ihrer E-Mail. Denn für viele der bekannten Betrugsmaschen nutzen Betrüger zunächst Ihre E-Mail, um Sie zu kontaktieren. Doch wie erhalten die Kriminellen Ihre E-Mail-Adresse überhaupt? Das funktioniert über drei verschiedene Methoden:
- Häufig erhalten Betrüger Ihre E-Mail über gekaufte Listen.
- Eine andere Methode ist das sogenannte "E-Mail-Harvesting", bei dem Bots das Internet automatisch nach E-Mail-Adressen durchsuchen.
- Die dritte Methode sind gefälschte Gewinnspiele oder Webseiten, die Ihre E-Mail als Teilnahmebedingung anfordern.
Auch Datenleaks werden von Kriminellen ausgenutzt: Je mehr Accounts Nutzer bei verschiedenen Seiten haben, desto höher ist die Chance, dass die Mailadresse geleaked wird. Denken Sie also daran, sich regelmäßig aus nicht genutzten E-Mail-Verteilerlisten austragen zu lassen und Accounts, die Sie nicht nutzen, zu löschen. So sinkt das Risiko für Sie, geleaked zu werden.
Mit diesen Methoden attackieren die Betrüger Sie
Pro Jahr verzeichnet das Bundesministerium des Innern und für Heimat rund 13.000 Straftaten im Bereich Cyberkriminalität. Einen nicht unerheblichen Teil davon machen auch Betrugsmaschen aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kriminelle auch Sie attackieren könnten, ist daher recht hoch. Die Möglichkeiten der Betrüger, Ihnen Ihre Daten zu entlocken, sind dabei schier grenzenlos. Diese können Sie zum einen mit Mal- oder Ransomware angreifen, die Ihre Daten beschädigt oder stiehlt.
Zweitens können Betrüger mit Scams Ihr Vertrauen ausnutzen, um an Ihre Daten oder Ihr Geld zu kommen. Und haben Betrüger erst einmal Ihre E-Mail, dauert es manchmal auch nicht lange, bis sie an Ihre Passwörter kommen.
Der beste Schutz: Ein wachsamer Blick
Während Betrüger also bestens für Angriffe verschiedener Art gerüstet sind, müssen Sie sich vor allem auf ein geschultes Verständnis von Datenschutz und Internetsicherheit verlassen. Dabei ist wichtig, dass Sie Nachrichten von Betrügern direkt identifizieren können - denn oft sehen diese fast exakt genau so aus, wie die E-Mails von echten Instituten. Ihr Vertrauen in diese Unternehmen und Behörden werden von den Betrügern ausgenutzt. Doch wie unterscheiden Sie echte Mails von Fakes? Anzeichen für eine Betrugs-Mail sind:
- Eine unbekannte und unstimmige Absender-Adresse, die oft aus wirren Zeichenkombinationen besteht
- Auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler
- Ihnen werden unrealistische Gewinne und Angebote versprochen
- Die Nachricht vermittelt Druck und Dringlichkeit ("Handeln Sie sofort")
- Bedrohliche Botschaften (bspw. Androhung einer Konto-Sperrung)
- Ungefragte Hilfsangebote von Support-Mitarbeitern
- Geldforderungen, vor allem über Kryptowährungen und Gutscheine
- Aufforderungen zum Klicken eines Links
- Dateianhänge in ungewöhnlichen Formaten
- Fehlen (glaubwürdiger) Kontaktinformationen
Unser Tipp: Recherchieren Sie selbst nach dem Unternehmen oder der Behörde, die Sie kontaktiert hat und fragen Sie im Zweifel nach. Vorsicht ist besser als Nachsicht, besonders, wenn es um Ihre Daten und Ihr Geld geht.
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sfx/news.de
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