Ski alpin 2026: Präsident Ospelt erklärt Finanz-Not beim Ski-Weltverband

Alexander Ospelt soll die Fis als neuer Chef aus der Krise führen. Das wird nicht nur eine wirtschaftliche Herausforderung, wie der Liechtensteiner in einem Interview verdeutlicht.

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Zuschauer stehen vor Beginn eines Ski-alpin-Rennens an der Strecke (Symbolbild). (Foto) Suche
Zuschauer stehen vor Beginn eines Ski-alpin-Rennens an der Strecke (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/APA | Tobias Steinmaurer

Der neue Präsident Alexander Ospelt hat kurz vor dem Start der Weltcup-Saison einen Einblick in die finanzielle Schieflage des Ski-Weltverbands gegeben. "Wenn wir so weitermachen würden, läge das strukturelle Defizit bei 20 Millionen Franken pro Jahr", sagte der neue Fis-Boss der "Süddeutschen Zeitung". Umgerechnet wären das knapp 22 Millionen Euro.

Ospelt ist seit Juni Fis-Präsident. Der Liechtensteiner setzte sich in einer denkbar knappen Abstimmung gegen seinen umstrittenen Vorgänger Johan Eliasch durch - und soll den Weltverband nun aus der Krise führen. Der britisch-schwedische Geschäftsmann Eliasch, der die Fis seit 2021 angeführt hatte, stand gerade bei den großen nationalen Verbänden in der Kritik. Unter Ospelt erhoffen sie sich unter anderem mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation.

Ospelt will "Fehlentscheidungen korrigieren"

Das Eigenkapital der Fis soll sich zwischen 2021 und 2025 fast halbiert haben. "Es ist schon so, dass in der Vergangenheit strategische Fehlentscheidungen getroffen worden sind", sagte Ospelt. "Die müssen jetzt korrigiert werden." Man habe bereits Kosten eingespart, beispielsweise im Personalbereich. Zudem sollen neue Partner gewonnen werden, wie der 58-Jährige berichtete. Auch beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) habe er "vorgefühlt". Was die Ausschüttung an die Fis betrifft, sehe er "noch Spielraum", so Ospelt weiter.

"Die wirklich unpopuläre Maßnahme wäre es, wenn wir die Ausschüttungen an die Nationalverbände angreifen würden. Das haben wir in diesem Jahr nicht getan. In erster Linie geht es darum, transparent zu agieren und die Verbände mitentscheiden zu lassen", erklärte der Rechtsanwalt. "Wir sind ja "ihre" Fis."

Fis muss Vertrauen zurückgewinnen

Der Riss zwischen der Führung und vielen Mitgliedsverbänden der Fis ist nach der Ära Eliasch allerdings groß. "Was mich überrascht hat, ist das gegenseitige Misstrauen, das in der Vergangenheit entstanden ist", sagte Ospelt dazu. "Wir haben zwar einen neuen Spirit und einen neuen Mut, aber es braucht sehr viele Gespräche, um das Vertrauen zurückzugewinnen."

Die neue Alpin-Saison beginnt heute mit dem Riesenslalom der Frauen in Sölden in Tirol. Am Sonntag (jeweils 10.00 und 13.00 Uhr) sind die Männer in derselben Disziplin an der Reihe.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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