Formel 1 News: Doku über Vettel: Geheimtreffen und Selbstzweifel

Die ARD zeigt eine Doku über Sebastian Vettel. Dass auch der ehemalige Vizekanzler Robert Habeck zu Wort kommt, überrascht gar nicht mal: Es geht nicht nur um den Ex-Rennfahrer Vettel.

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Spannung pur: Die neuesten Nachrichten zur Formel 1 finden Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / 3D motion

Mittendrin gibt Sebastian Vettel ein Geheimnis preis. "Der erste Kontakt kam 2012 nach dem zweiten Titel", verrät der mittlerweile 39-Jährige in der ARD-Dokumentation "Being Sebastian Vettel". Es sei ein anerkennender Brief gewesen mit Glückwünschen, "ohne auf irgendetwas anderes einzugehen". Der Verfasser des Briefes: Luca di Montezemolo, zu dem Zeitpunkt Präsident von Ferrari.

Vettel erlebte damals seine Triumph- und Dominanzphase bei Red Bull. Er war der neue Superstar der Formel 1 – und damit auch einer für die Scuderia, die nach den Fabeljahren mit Michael Schumacher Anfang des Jahrtausends von einer neuen Titelära träumte. Also ging di Montezemolo noch einen Schritt weiter. "Es war so ein ganz geheimes Treffen", erinnert sich Vettel. "Und er fragte, wie sieht es vertraglich aus, möchtest du für Ferrari fahren?"

Vettel ließ die Ferrari-Tür "ein bisschen offen"

Für ihn habe es jedoch keinen Bedarf gegeben zu wechseln, erinnert sich Vettel. Er hatte Erfolg, er hatte Spaß, er war glücklich bei Red Bull. "Also habe ich abgesagt, aber natürlich die Tür ein bisschen offen gelassen." 2012 und 2013 wurde Vettel noch mal Weltmeister, 2014 kam der Einbruch. Kein Sieg. 2015 schritt er durch die Türen in Maranello als Ferrari-Fahrer.

Die Jahre auf dem Weg in die Formel 1, die Erfolgszeit bei Red Bull, die Jahre ohne die ersehnten Titel bei Ferrari – all das ist Gegenstand der vierteiligen Dokumentation, die von diesem Donnerstag an in der ARD-Mediathek abzurufen ist und deren ersten beiden Folgen am 28. Oktober um 23.45 Uhr in der ARD laufen. Doch es geht über Vettel als Rennfahrer hinaus.

Der Verzicht der Eltern

Die Doku zeichnet auch den Menschen Vettel unter dem Helm nach. Seine Selbstzweifel als Pilot und das Cockpit als Fluchtort. Seine Entschlossenheit, seine Gier nach Siegen, nach den größten Pokalen. Die Mutter, die aus Sorge nach einem Einsatz im Formel-BMW-Wagen beinahe die Notbremse gezogen hätte. Der Vater, der alles unternahm, um die Karriere zu finanzieren. Der Sohn, dem der Verzicht der Eltern nicht entgangen war.

"Das habe ich natürlich mitbekommen, dass die finanzielle Situation angespannt war, dass es nicht einfach war, wenn die nächste Mahnung ins Haus getrudelt ist", erzählt Vettel. Und er sei mit der Verantwortung im Kart und später im Formel-Sport gefahren, "dass ich wusste, wenn das jetzt in die Hose geht, habe ich das alles irgendwie aufs Spiel gesetzt".

Wird Vettel den Rekord des jüngsten Weltmeisters am Sonntag los?

Es ging aber nicht in die Hose. Vettel wurde zu einem der erfolgreichsten Piloten der Formel 1 mit seinen vier Titeln und 53 Rennsiegen. Einen Rekord dürfte er allerdings bald los sein: den des jüngsten Weltmeisters mit 23 Jahren. Schon an diesem Wochenende kann Kimi Antonelli im Mercedes den Titel in diesem Jahr mit gerade mal 20 Jahren perfekt machen.

Vettel hinterließ seine Spuren in der Motorsport-Königsklasse. Zu Wort kommen in der Doku neben den Eltern auch Mentor Helmut Marko, ehemaliger Motorsportberater bei Red Bull. Und Lewis Hamilton, der voller Anerkennung über einen Ex-Rivalen spricht, der zu einem Freund wurde, weil Vettel eben nicht nur das Rennfahren im Kopf hatte.

Die Worte des ehemaligen Vizekanzlers

Es spricht aber auch Deutschlands Ex-Wirtschaftsminister und -Vizekanzler Robert Habeck von den Grünen. Der Grund liegt nahe: Vettels Einsatz auch für Umweltbelange und Nachhaltigkeit, bestärkt auch durch die drei Kinder mit seiner Ehefrau. Nicht ohne Grund beginnt die Doku mit Vettel, der eine Trophäe in den Händen hält, die nichts mit der Formel 1 zu tun hat.

Es ist ein gläsernes Nashorn, das er Anfang 2026 für den Umweltschützer des Jahres bekommen hat. "Ich glaube, der Weg, den ich jetzt angefangen habe zu gehen und zu bestreiten, ist in der Hinsicht ein nachhaltiger, dass er zufrieden macht", sagt Vettel.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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