Ski alpin 2026: Alpin-Asse Aicher und Weidle-Winkelmann gegen mehr Rennen

Der alpine Ski-Kalender lässt den Assen kaum eine Atempause. Emma Aicher Aicher und Kira Weidle-Winkelmann reden Klartext über Pläne für mehr Rennen.

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Die Sonne scheint über dem Zielhang am Zwölferkogel im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm. Auf dieser Strecke wird unter anderem die Alpine Ski-WM ausgetragen (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Sonne scheint über dem Zielhang am Zwölferkogel im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm. Auf dieser Strecke wird unter anderem die Alpine Ski-WM ausgetragen (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Jens Büttner

Gut zwei Wochen vor dem Saison-Auftakt im alpinen Ski-Weltcup lehnen Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher eine Ausweitung des Renn-Kalenders unter anderem mit einer jährlichen WM ab. "Der Kalender ist eigentlich voll. Von Sölden bis zum Finale ist jedes Wochenende Programm", sagte Weidle-Winkelmann im Interview mit "BR24Sport". Die Alpin-Saison beginnt am 24. und 25. Oktober traditionell im österreichischen Sölden. Saisonabschluss ist im bevorstehenden Winter vom 18. bis 25. März 2027 in Sun Valley in den USA.

Hintergrund ist die vom neuen Weltverbandspräsidenten Alexander Ospelt ins Gespräch gebrachte jährliche Alpin-WM. "Der WM-Titel bedeutet für Athleten auch finanziell sehr viel. Die Gespräche gab es schon lang, wir würden das jedenfalls zugunsten der Athleten machen. Gleichzeitig geht es auch um kleinere Länder, die mit einer WM mehr neue Ziele hätten", hatte der Luxemburger erklärt.

Mehr Rennen für neue Märkte?

Man könne andere Märkte erschließen wie China, Japan oder Südkorea, so Ospelt weiter: "Dort eine WM zu veranstalten und ihnen die Chance zu geben, Teil eines größeren Systems zu werden, ist für alle von Vorteil." Das Council des Weltverbands Fis hatte Überlegungen öffentlich gemacht, außer in olympischen Jahren in jedem Jahr Weltmeisterschaften austragen zu wollen. Losgehen soll es demnach 2032, vielleicht sogar schon 2028. Derzeit finden WM-Rennen der Alpinen und Nordischen nur in ungeraden Jahren statt.

Das ist selbst einer Vielstarterin wie Aicher zu viel. "Ich fahre ja sehr gerne Rennen, wüsste aber nicht, wann sie noch mehr Rennen reinbringen wollen. Ab Mitte November bis Ende März ist es eigentlich voll. Da ist jedes Wochenende etwas, manchmal sogar unter der Woche", sagte die 22-Jährige.

Kalender dicht gedrängt und unausgewogen

Nach dem Auftakt in Sölden jeweils mit Riesenslaloms für Männer und Frauen geht es im kommenden Winter am 14. und 15. November mit Slaloms für Männer und Frauen im finnischen Levi weiter. Danach geht es Schlag auf Schlag: Slaloms in Gurgl (Österreich) am 21. und 22. November, dann folgen bis zum 13. Dezember drei Frauen- und zwei Männer-Weltcups in Nordamerika mit unterschiedlichen Disziplinen.

Vor allem für Allrounder wie Aicher ist das problematisch. "Für jemanden wie Emma, die in vier Disziplinen unter die Top fünf und in drei aufs Podest fahren kann, wird es mit der Planung ganz schwer", sagte Bundestrainer Andreas Puelacher dem BR.

Zudem hält Weidle-Winkelmann den Rennkalender für unausgewogen. "Ich hätte gerne mehr Speed-Rennen. Es sind aktuell mehr Technik-Rennen im Plan als Speed. Bei den Speed-Rennen ist natürlich immer noch das Thema, dass leichter mal etwas abgesagt wird", betonte die 30-jährige Speed-Spezialistin.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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