Fußball-WM: Erfolgsfaktor Gegenpressing: FIFA zeigt XXL-Taktik-Analyse

Der Weltverband FIFA veröffentlicht einen Taktik-Report zur WM in Amerika. Welche Erkenntnisse gewannen die Experten?

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Der WM-Spielball vor den Landesflaggen der Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko. (Foto) Suche
Der WM-Spielball vor den Landesflaggen der Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko. Bild: Adobe Stock / j_chincoya

Das aggressive Gegenpressing haben Taktik-Experten der FIFA als einen der Erfolgstrends der Fußball-WM identifiziert. Knapp zweieinhalb Monate nach dem Finale veröffentlichte der Weltverband einen umfangreichen Report zu dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA. Analysten untersuchten darin etwa das Auftreten der 48 Teams im Angriff und ohne den Ball, verschiedene Varianten der Aufstellung, das Torhüterspiel und neue Entwicklungen beim Spielaufbau.

Das Gegenpressing war dabei laut der Analyse für viele Topteams eines der maßgeblichen Mittel zum Erfolg - allen voran Weltmeister Spanien. Die einzige Erfolgsformel sei dies aber nicht, wie etwa das Überraschungsteam von Kap Verde zeigte, das als krasser Außenseiter eher auf eine kompakte Abwehr setzte.

Dreierabwehr als Trend - aber nicht erfolgreich

Der Weltverband stellte die Ergebnisse der Analyse aller 104 WM-Spiele online auf mehr als 500 interaktiven Seiten mit Grafiken und Videoschnipseln. Eine der Erkenntnisse sei auch, dass die meisten Teams auf eine Dreierabwehr setzten. Erfolg garantierte das nicht: Von den acht Mannschaften, die nur mit Dreierabwehr antraten - etwa Deutschland - schaffte es keine ins Viertelfinale. Weltmeister Spanier spielte traditionell mit vier Verteidigern und triumphierte.

In dem Report beschäftigten sich die Experten auch mit Feinheiten wie etwa dem Torabschlag. Dieser werde immer häufiger nur kurz ausgeführt, bei dieser WM etwa in 58 Prozent der Fälle - acht Jahre zuvor in Russland waren es noch 32 Prozent. Damals 2018 waren es fast immer die Torhüter, die den Abschlag ausführten - diesmal nur noch in gut 50 Prozent der Fälle. Das liege daran, dass die Torhüter inzwischen viel mehr in den Spielaufbau integriert werden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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