Bastian Schweinsteiger: "Keine Topmannschaft mehr" - Schweini zerlegt DFB-Elf nach Griechenland-Pleite

Die deutsche Fußballnationalmannschaft wartet unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp weiter auf ihren ersten Sieg. In der UEFA Nations League setzte es gegen Griechenland eine 0:1-Pleite. Für den ARD-Experten Bastian Schweinsteiger ist das DFB-Team damit endgültig "im Mittelmaß angekommen".

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Bastian Schweinsteiger (l.) nach der DFB-Niederlage gegen Griechenland im Gespräch mit Bundestrainer Jürgen Klopp und Moderatorin Esther Sedlaczek. (Foto) Suche
Bastian Schweinsteiger (l.) nach der DFB-Niederlage gegen Griechenland im Gespräch mit Bundestrainer Jürgen Klopp und Moderatorin Esther Sedlaczek. Bild: picture alliance/dpa | Tom Weller
  • Laut Bastian Schweinsteiger ist die deutsche Fußballnationalmannschaft "im Mittelmaß angekommen"
  • Dem ARD-Experten fehlten bei der Niederlage gegen Griechenland die Unterschiedsspieler im DFB-Team
  • Dennoch sei es laut Schweini richtig, dass der neue Bundestrainer Jürgen Klopp aktuell viel austestet

Mit Jürgen Klopp sollte nach dem frühen WM-Aus eigentlich alles besser werden. Doch nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland in der UEFA Nations League ist die durch den neuen Bundestrainer entfachte Euphorie um die deutsche Fußballnationalmannschaft bereits wieder verflogen. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger fand nach dem Spiel deutliche Worte für die Leistung der DFB-Elf.

Bastian Schweinsteiger rechnet mit DFB-Elf nach Griechenland-Niederlage ab

Im Gespräch mit Moderatorin Esther Sedlaczek zog der Fußball-Weltmeister von 2014 ein ernüchterndes Fazit: "Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben nicht diese Spieler mehr, die den Unterschied ausmachen." Schweini verwies auf Gegner Griechenland, der mit Konstantionos Karetsas (Borussia Dortmund), Christos Tzolis (FC Arsenal) oder Evangelos Pavlidis (Benfica Lissabon) genau solche Spieler in seinen Reihen habe.

ARD-Experte verteidigt Strategie von Jürgen Klopp

Der frühere Bayern-Profi verteidigte trotzdem Klopps Strategie als neuer Bundestrainer. Der 59-Jährige hatte für die ersten vier Spiele in der UEFA Nations League zwei unterschiedliche Kader mit insgesamt 44 Spielern nominiert. "Es ist richtig, sich alle mal anzuschauen, die infrage kommen können, um eine Mannschaft zu entwickeln, die den Jürgen-Klopp-Fußball spielen wird", sagte Schweinsteiger. "Den werden wir hoffentlich im November sehen. Jetzt ist es reine Testerei." Zudem sei Klopp noch in der "Findungsphase" und kein "Zauberer". Man habe deshalb auch keinen dominanten 4:0-Sieg der DFB-Elf gegen Griechenland erwarten können.

Als größtes Problem nimmt Schweinsteiger aktuell den Spielaufbau wahr. "Wenn wir von hinten herausspielen müssen, ist der Einzige, der kreative Pässe spielen kann, Kimmich. Das ist der Einzige", sagte er. "Wenn der nicht da ist, dann wird es schwierig."

Joshua Kimmich reagiert auf Schweinis Kritik

DFB-Kapitän Joshua Kimmich reagierte im ARD-Interview auf Schweinis Kritik zur Nationalelf. Er stimmte seinen Aussagen zu: "Eine Topmannschaft zeichnet aus, dass sie vermeintlich schwächere Gegner schlägt und auch die vermeintlichen Top-Teams schlägt." Es sei allerdings nicht "entscheidend", ob Deutschland aktuell ein Top-Team ist. "Wichtig ist, dass wir uns wieder dahin entwickeln."

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/sfx/news.de/dpa

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